Ansprache vom 06.07.2002
Die Priester sagen: „Er ist ja so barmherzig, der Herr, wir kommen alle in den Himmel.“ Erdgebundene Seelen sind gar Millionen auf dieser Welt. „Nur wenige“, spricht der Herr, „werden den Berg erreichen, den Berg der Glückseligkeit im Geiste.“ Was nutzt es, wenn die Menschen belogen werden? Was nutzt es? Ich sah so viele Seelen. Sie riefen: „Wir sind alle unerlöst, weil die Priester uns belogen haben.“ Nur die Wahrheit macht frei. Nur sein Wort macht frei, und er gibt und sein Wort in vollen Zügen. Viele sind berufen, wenige sind nur auserwählt. Aber die Auserwählten treten die Priester mit Füßen. Sie besuchen sie noch nicht einmal. Es wäre der Anstand, wenn sie würden die alten, kranken Menschen aufsuchen. Das tun sie aber bei mir nicht. Es kommt keiner hier her. Warum nicht? Die Wahrheit können sie nicht ertragen, aber nur die Wahrheit macht frei. Aber wehe denen, die die Wahrheit vorenthalten den Menschen. Das gibt ein Spießrutenlaufen in der Ewigkeit, so sie die Priester anklagen: „Ihr habet uns belogen und betrogen.“
Liebe Geschwister, wir leben nur eine kurze Zeit auf dieser Welt, nur eine ganz kurze Zeit. Deshalb sollen wir uns vereinen und verbinden mit unserem Herrn und eingehen durch das Wort Gottes und auch danach leben und wirken. Wir alle sind sündige Menschen. Wir alle haben schon schwer gesündigt im Leben, was wir gar nicht so tragisch nehmen. Aber der Herr, er will die Sünde nicht. Aber er vergibt uns mit dem Vermerk: „Sündiget fortan nicht wieder.“ Die da belastet sind mit vielen Gebrechen und Schwächen, die müssen an sich arbeiten und bitten für die Kraft von oben. Er gibt die Kraft, wohl wir müssen aufbringen die Überwindung, die Selbstverleugnung. Der alte Mensch geht nicht ein in das ewige Leben. Was wir säen, das werden wir ernten. Wie die Bäume fallen, so bleiben sie liegen. Viele, viele stehen vor dem Tor, aber die Türe öffnet sich nicht. Er sagt: „Ohne mich geht keiner ein durch das Tor.“ Das heißt, ohne die Nachfolge seiner Person sind wir alle verlorene Schafe. Was nutzt das Wissen und wir gehen doch den Weg nicht? Was nutzt die Gnade, wenn wir sie beiseiteschieben? Und der Geist spricht zu denen, die ihre Lieben verlieren in diesem Leben: „Weinet doch nicht, so diese auch fortgehen, denn es gibt ja eine Heimat im ewigen Licht, und die Meinen werden sich wiederfinden, werden sich wiedersehen und sich vereinigen in den himmlischen Höhen.“
Warum sollen wir denn weinen und wehklagen? Wir leben hier nur eine kurze Prüfungszeit, danach folgt die lange, lange Ewigkeit. Und was wir auf Erden säen, das werden wir auch ernten. Nehmen wir unseren Herrn doch auf in Wort und Bild. Er öffnet uns das ewige Leben. Er öffnet uns das Reich. Er sagte in einer Vision zu mir: „Helene, ich teile mein Reich mit dir. Sage auch den Geschwistern, die zu dir kommen in das Zelt, dass ich mein Reich auch teile mit ihnen, wenn sie meinen Weg gehen.“ Denket daran, liebe Geschwister. Ohne Mühe keine Errungenschaft. Wir müssen an uns arbeiten und wirken. Dämonen sind gar sehr viele um uns herum. Überall sind diese Dämonen, aber wir dürfen denen nicht gehorchen; auch in den Verführungskünsten, auch in der Verfolgungswut lassen wir den Herrn walten. Er führt uns schon recht und gut. Und wenn wir ihn walten lassen, werden wir auch gut ankommen in dem anderen Leben, dort, wo ewig die Sonne uns scheint, wo der Herr lebt, wo er wohnt, wo er ist. Danken wir unserem Herrn für das geistige Leben. Ja, es gibt ein Leben im Geiste, im Licht. Und wenn die Menschen das wollen abstreiten und sagen: „Mit dem Tode hier ist alles aus.“ Das sind törichte, dumme Geister. Gott schafft eine ganze Arbeit, nicht nur eine halbe Arbeit. Wir leben im Geiste fort am ewigen Ort. „Und bleibet in der Ruhe, bleibet in der Demut, bleibe in der Geduld“, so spricht der Herr, „denn ich gebe euch in diesem Leben meine Gnadenhuld.“ Nur er ist gut.
AMEN
Vorhergehende Predigt: Worte Jesu: "Weinet nicht, so ich fortgehe. Ich lasse euch nicht als Waisen allein...