Ansprache vom 20.04.2002
Wir finden uns hier zusammen, liebe Geschwister im Herrn, so wie die Jünger sich versammelt haben um den Herrn und hörten gerne seine Lebensworte. Sie waren oft streng gehalten, wie wir sollen hier leben. Die Nachfolge war auch ihnen schwer. Er sagte oft: „Wie lange soll ich euch noch so ertragen in eurer Welt.“ Ja, wie lange kann er uns noch ertragen in unserer Welt. Und wir alle haben gesündigt. Es braucht keiner auf den anderen zu schauen und Steine zu werfen auf diesen oder jenen. Jeder soll an seine Brust schlagen: „HERR, sei uns gnädig, sei uns barmherzig.“
Sind auch wir die Schafe, die er gesucht hat im Dornengebüsch? Sind wir die Schafe? Ja, er hat uns gesucht. Und er hat auch uns gefunden. Nur wir sollen auch den Weg gerne gehen, den Weg der Nachfolge, alles ruhig ertragen, so wie er es uns zulässt in dieser Zeit. Aber wir wissen, er steht hinter uns mit seiner Geisteskraft und Stärke. Er lässt uns nicht untergehen. Und wenn wir sinken, er lässt uns nicht ertrinken. Er ist immer für die Seinen da und wir wissen, er hilft auch uns in der größten Not.
Auch ich habe mir den Kopf zur Zeit zerbrochen und dachte: „Das da geht nicht mehr.“ Ich wollte nicht mehr leben auf dieser Welt, aber er hat mich tröstet und hat mir den Weg gezeigt, den Weg in das Licht. Liebe Geschwister, bleiben wir dem guten Hirten treu und leben wir ihm nach. So wird er uns auch erkennen, so wir im Lichte stehen. Er sagt: „Die an mich glauben, die erleben den neuen Morgen. Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben. Und niemand wird mir meine Schafe entreißen.“ Drum bewahren wir in uns die Liebe zu unserem Hirten. Er weiß uns immer gut zu bewirten, weil er uns kennt, uns beim Namen nennt und uns viel Kraft gibt auf dieser Welt.
AMEN