Ansprache vom 20.01.2001
Liebe Geschwister, danken wir unserm Herrn für alles, was er für uns tut und für uns getan hat. Er hebt die Verlorenen auch heute auf. Gerade die, die unten liegen, die hebt er auf in die Höhe und bildet sie aus zu Lichtseelen. Er sagt auch: „Selig sind die, die sich nicht an mir stoßen.“ Wir sollen uns nicht stoßen am Herrn. Was er tut, ist immer gut, wenn wir es auch nicht verstehen. Seine Gedanken sondern sich ab von unseren Gedanken. Und seine Wege sind nicht unsre Wege. Ich durfte in der Vision fühlen seine Hirtenliebe. Die ist so groß, das kann man nicht fassen, liebe Geschwister. Wir haben einen Herrn, der für uns sorgt, der immer für uns bedacht ist, der uns aber zieht wohl durch harte Prüfungen, durch Wehen, durch Leiden, durch Schmerzen, durch Ungerechtigkeiten, aber er selbst ging ja den Weg. Er hat einmal zu mir gesagt in der Vision: „Meine Helene geht denselben Weg, aber du wirst überrascht sein, im Geiste zu leben. Du wirst dich gleich eingewöhnen.“ Liebe Geschwister, der Herr ist uns immer nahe, er ist immer da. Ich habe oft gesagt: „Herr, das Leiden, das ist unerträglich. Nimm es fort von mir.“ Da erschien meine Mutter. Sie sagte: „Sage das nicht, sage es nicht, sage es nicht. Du weißt nicht, was du sprichst. Trage es im Herrn.“
Wir Menschen, wir wollen nicht leiden und die Leidenswege sind uns oft sehr hart, sehr schwer, aber trotzdem sollen wir beten: „Herr, dein Wille geschehe.“ Das Wort „Herr, dein Wille geschehe“ zu beten, das bedarf einer besonderen Kraft vom Himmel. Aber die Kraft schenkt er denen, die doch sich an sein bitteres Leiden erinnern. Denken wir daran an ihn, der für uns im Garten Blut geschwitzt hat, der für uns gegeißelt worden ist, mit Dornen wurde er gekrönt, verspottet, verhöhnt. Der Herr trug das schwere Kreuz persönlich bis hinauf auf Golgathas Höhe und dort wurde er an das Kreuz geschlagen, den bittersten Weg, den er gegangen. Und was hat er getan, nur Gutes. Dadurch hat er uns aber geöffnet das geistige Reich. Das fasst unsre Verstandesbahn nicht.
Warum ging er diesen harten Weg? Wäre es nicht notwendig gewesen, wäre er ihn bestimmt nicht gegangen. Er betete doch noch: „Herr, mein Vater, wenn es dir möglich ist, so lasse den bitteren Kelch an mir vorübergehen.“ Und in all den Leiden, die man als Mensch durchgeht, da denkt man oft daran, das ist nur eine Kleinigkeit gegenüber dem Leiden, was der Herr gelitten für uns Menschen. Aber eine große Freude durchzieht unsere Herzen und Seelen. Er öffnet den Seinen das geistige Reich. Er kommt zu uns, die wir an ihn fest glauben und auch das Gebot der Liebe üben und auch gute Werke erfüllen, unsere Ichsucht kaltstellen, zurückstellen. Es fehlt uns gar noch manches, noch gar viel, bis wir ankommen zum Ziel. Aber, Herr, dein Wille geschehe. Halte uns ganz fest, dass uns nie an der Kraft gebricht. Lieber Herr Jesus, wir lieben dich, wir brauchen dich. Du bist unser alles in diesem Leben. Danke für dieses, deinen harten Weg, den du gegangen, auf dass wir können einkehren in das Licht, in das ewige Leben. Herr, dein Wille geschehe.
AMEN