Das lebendige Wort

inspiriert durch den heiligen Geist

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Ansprache vom 12.08.2000

Das Wort Gottes ist unseres Fußes Leuchte und unseres Weges Zier. Der Herr spricht: „Folget mir.“ Ohne Nachfolge sind wir alle noch in der Finsternis. Er sagt: „Nur die mir nachfolgen, die sind mein, die auch den Weg gehen, die auch die Leiden tragen in meiner Ruhe, in meiner Kraft, die auch den Kelch der Bitterkeit leeren bis an den Rand, so wie ich es getan, die sind mein. Niemand wird sie meiner Hand entreißen.“ Liebe Geschwister, er sagte auch damals: „Selig, die sich nicht an mir stoßen, die sich nicht stoßen an meinem Worte.“ Das Wort ist nicht weichlich. Er sagt es selbst: „Es ist wie ein zweischneidiges, scharfes Schwert. Wer kann das Wort hören, wer wird es erfüllen. Es werden nur wenige sein, die mir nachfolgen.“ Der Berg der Glückseligkeit ist steil. Wenige sind es, die in ihm wandeln, wenige sind es, die den Berg erreichen. Wohl durch die Kraft Gottes, wohl auch durch die Überwindung, durch die Selbstverleugnung. Ihr höret hier so viel, trotzdem sind einige darunter, sie stoßen sich am Wort. Oh, er sagt: „Selig die, die sich nicht stoßen an mir.“

Freuen wir uns doch der Erziehung. Freuen wir uns doch der Liebe Gottes, der uns herauszieht aus der Dunkelheit in das Licht des Lebens, dass wir wissen, er ist für uns da, greifbar nah. Und wir wissen, er sagt auch zu mir: „Helene, nach diesem Leben beginnt ja für die Meinen das wahre Leben.“ Hier ist die Hölle, die man oft durchmacht in dieser Zeit. Man geht durch die Schlangenbrut, durch Otter- und Nattergezücht. Man geht durch Intrigen, aber der Herr hält schützend seine Hände über die Seinen, denn er hat seinen Engeln befohlen, die Seinen zu behüten, zu beschützen, zu bewahren vor allen Gefahren. Wenn etliche fortgehen, so spricht der Herr: „Wollet auch Ihr gehen?“ So wie er damals gesprochen hat zu seinen Jüngern: „Wollet auch ihr mich verlassen?“

Wie sagte Petrus: „Oh nein, lieber Herr, du hast Worte, die uns das Leben geben, Worte des Lebens.“ Daran sollen wir uns hangen, an sein lebendiges Wort. Es schmeichelt uns nicht. Nein, er erzieht uns zu brauchbaren Lebensgefäßen, zu brauchbaren Menschen. Aber manche sagen: „Das ist hier der Herr nicht, der so streng ist. Das ist das Wort Gottes hier nicht.“ Sie irren sich ganz gewaltig. Der Herr sagt: „Helene, was ich dir an Gaben verliehen, das wird nie wieder geschehen. Und keiner zieht dir die Decke über den Tisch, keiner, noch nicht einer. Dafür sorgt dein Herr Jesus.“ Man geht in dieser Welt durch eine dunkle Schicht, aber ich freue mich doch im Herrn Jesus. So ich dieser Tage so wehmütig in mir war, sagte ich: „Herr, ich ertrage das Geschick alles nicht mehr. Nimm mich doch fort von dieser Welt.“

Da erschien er mir als Jesus, legte mir seine Hand auf das Haupt und er sagte: „Meine Liebe, vertraue du mir. Ich werde alles so führen, dass du dich wundern wirst.“ Ich vertraue meinem Herrn felsenfest, denn er ging vor uns den harten Leidensweg, schon vom Kind auf bis zum Mann. Er zeigt es den Schriftgelehrten, den Hohen, den Pharisäern. Er zeigt es ihnen, dass er gekommen ist in einem armen Stall von Bethlehem, dass er gekommen ist als Zimmermannssohn. Sie sagten damals: „Was soll schon Gutes aus diesem Hause kommen. Wir kennen ihn doch des Zimmermanns Sohn, des Marien Sohn.“

So abfällig haben sie gesprochen. Heute halten sich die Priester an Maria. Sie soll fürbitten für sie beim Herrn. Die Maria geht nicht über den Herrn. Sie geht nicht über die Lügen, über die Intrigen, über die falschen Lehren. Oh nein, sie ist mir erschienen. Sie hatte einen wunderschönen Rosenkranz in ihren Händen und sie sagte: „Ich bete den Rosenkranz im Licht, die Priester beten ihn in der Finsternis.“

Liebe Geschwister, diese Worte wollen wir uns beherzigen. Er schmeichelt uns nicht. Nein. Er hat ja damals gesagt: „Wollet auch ihr gehen?“ Petrus sagte: „Du hast Worte, die uns das Leben geben. Wohin sollen wir denn gehen?“ Sie gingen harte Wege, gleich nach ihm. Auch Petrus wurde verfolgt bis in den Tod am Kreuze, so wie sein Herr und Meister. Das war wiederum der Gnadenzug. Der Herr hat ihn gehoben, er hat für ihn gebetet zum Vater, dass er nicht verloren gehe. Judas hat ihn verraten, der große Verrat am Menschensohn. Sein Herz blutete - Jesu Herz - das tat ihm so weh. Er ermahnte ihn noch am Tisch. Er hat noch gesprochen am Tisch: „Was du tun willst, das tue bald.“ Er hätte noch können in sich gehen, aber er tat es nicht. Und so machte er seinem Leben ein Ende. Aber der Herr ließ es zu. Er hätte ja können sagen: „Judas, ich vergebe dir, tue das nicht, was du vorhast.“ Nein, er tat das nicht. Haben wir auch Verräter hier in unsrer Mitte. Ja, wir erleben immer wieder, dass Menschen, die hier das Wort hören, dass sie das Wort mit Füßen treten und dem Werk Gottes hier schwer zusetzen und den Herrn auf die Seite stellen.

Aber sie werden nicht froh und nicht glücklich werden. Die Unruhe wird sie packen. Denn der Herr sagt: „Ich werde euch schlagen, dass euch Hören und Sehen vergeht.“ Er lässt das nicht zu, diese Falschheit. Wohl, er lässt sie wohl zu. Aber er sagt: „Helene, sie packen dich alle nicht, wie sie auch kommen.“ Sein Wort ist uns heilig. Sein Wort ist die Kirche, von der geschrieben steht. Die Pforte der Hölle wird sie nicht überwältigen. Er ist es im Worte, auch im Worte der Propheten. Er hat sich immer kundgegeben durch einfache Menschen, durch einfache Leute, weil er ja selbst gekommen ist als einfacher Mensch. Er war nicht besser gekleidet als die Fischersleute, als die armen Leute. Er rief ja gerade einen armen Fischer auf, der Schwielen an seinen Händen hatte von der schweren Arbeit.

Liebe Geschwister, denken wir daran, was er tut, ist immer gut. Und stoßen wir uns nicht an dem Herrn, an seinem Wort, halten wir ihm die Treue, bis er uns abruft von diesem Ort, bis er uns heimruft in die Ewigkeit, wo die Finsternis beendet ist, wo das Licht des Lebens ist. Jesus, unser Herr. Sein Name sei gebenedeit immer und allezeit bis in alle Ewigkeit.

AMEN

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