Ansprache vom 15.01.2000
Liebe Geschwister, seine Worte berühren unseren Geist, unsern Körper, unsre Seele. Es ist der Geist des Lichtes, der Platz nimmt in unserer Hütte. Gehet alle in euch hinein, und besehet, was nicht recht ist, was nicht gut ist.
Übergebet dem Herrn euren Willen und saget: „Herr, hilf du uns, dass wir besser werden, dass unser Stand standhafter wird auf Erden.“ Wir wollen doch dich aufnehmen, mit dir in Verbindung immer bleiben, bis du uns abrufst in die Ewigkeit. Er ist gekommen ganz demütig, arm. In einem Stall wurde er geboren. Die Krippe der Tiere war sein Bettchen, sein Lager. Es war des Vaters heiliger Wille. Warum? Die Demut hat er vorgelebt, schon als Kind bis zum Mann, und ließ alle Widerwärtigkeiten über sich ergehen, Schläge, Geißelung, Kreuzigung, Dornenkrönung, Verspottung, Verhöhnung.
Und wenn er uns Leiden schickt, sagt er: „Es soll euch eine Ehre sein, dass auch ihr euer Kreuze mir nachtraget, und zwar in der Ruhe, in der Geduld.“ Er gibt uns die Kraft, dass wir es schon schaffen. Er ist immer für die Seinen da. Wir dürfen nie Zweifel haben. Es geht ja nicht nach unserem eigenen Willen. Es geht so, wie der Herr es will, wie er uns zulässt. Und er schützt uns auch vor unsern Feinden; er, der Gerechte, der Heilige, der das Erlösungswerk vollbracht hat für die ganze Menschheit, wurde verkannt. Und sie schlugen ihn sogar ans Kreuz. Aber das war sein Weg, der Weg des bitteren Leidens und Sterbens. Er ist aber auch auferstanden, unser Herr, und ist den Seinen erschienen im Auferstehungskleid. Ein Wunder ist geschehen. Das möchten sie alle heute abstreiten. Aber der Herr ist da. Er lenkt und leitet auch meine Schritte.
Und er ruft: „Helene, ich habe dich erwählt. Du wirst bekennen, dass ich lebe, dass ich unter meinen Gläubigen verweile und ihnen meine Kraft erteile.“ Und das werde ich auch tun. Der Weg geht wohl mitten durch den Urwald, mitten durch die Hölle. Es greifen uns am meisten noch die eigenen Hausgenossen an, so wie er sagte: „Und die eigenen Hausgenossen werden eure größten Feinde sein.“
Eigene Geschwister stellen sich gegen uns. Sie machen ihre Türen fest zu. Die Priester wollen davon nichts wissen. Denn sie sind in den Lügen fest verankert, was von oben kommt. Aber wehe den Spitzen der Kirchen, wehe ihnen. Sie wissen genau, dass das die Wahrheit nicht ist, dass das Lüge und Schwindel sind. Wenn aber die Lügen aufgedeckt werden im andern Leben, dann werden sie Ewigkeiten nicht durch die Hallen des Herrn eingehen. Was das heißt? Erdgebunden bleiben Ewigkeiten. Den Seelen, denen man heute verspricht, sie fliegen direkt in den Himmel, wenn sie nur die Kirche besuchen, wenn sie beichten, wenn sie kommunizieren, wenn sie die letzte Ölung erhalten.
Der Herr ist nicht gekommen mit solchen Dingen. Oh nein, er hat gegeben sein Wort. „Und das Wort“, so spricht er, „sei eures Fußes Leuchte und eures Weges Zier.“ Wir halten uns fest an seinem Worte. Er sagt: „Wer mein Wort hört, hat gegessen mein Fleisch. Und wer mein Wort erfüllt, hat getrunken mein Blut.“ Wollen wir uns diese Worte beherzigen, ihn auch bekennen und keine Furcht haben vor denen, die sich in Lügen verstricken. Er sagt auch: „Was nutzt es den Menschen auf Erden, angebetet, verherrlicht zu werden, und die Seelen sind beschädigt Ewigkeiten.“ Was nutzt es ihnen? Wie schnell naht des Lebens Ende. Er sagt: „Ich komme plötzlich wie ein Dieb in der Nacht, da ihr mich nicht erwartet.“ Den meisten erscheint er zum Schrecken, aber nur wenigen zur Freude. Ich erinnere mich, ich war so viel krank, der Todesengel stellte sich an meine Seite. Da rief der Herr von oben: „Mein Freund, halte ein, es hat dir keiner noch das Recht gegeben, Helene fortzunehmen. Ich gebe ihr noch eine Spanne Zeit.“ Es sind herrliche Visionen und ich danke auch meinem Herrn dafür. Und es sind doch etliche Glieder, sie beneiden mir diesen Gnadenhöhenzug, aber ihr alle profitiert doch davon. Der Geist schaltet sich ja ein und gibt euch die Führung, die Leitung. Er tröstet euch. Ich bin es ja im Grunde nicht. Ich bin nur ein kleiner Fisch in dem großen, weiten Ozean. Bleiben wir recht demütig, ganz unten, nicht hinaufgehen. Der Herr ist das Licht. Der Herr ist das Leben. Der Herr ist unsre Zuversicht. Möge er sich unserer erbarmen in dieser Zeit und uns geben sein Augenmerk. Gelobt sei der Herr.
AMEN