Ansprache vom 04.12.1999
Der Herr ist erschienen, hinter ihm eine Schar mit weißen Kleidern. Er sagte: „Es sind die, die gegangen sind durch die große Trübsal.“ Der Herr hat die Kleider gewaschen in seinem Blute. Sie haben die Geduld, die Liebe Gottes aufgebracht, ihm nachzufolgen.
Liebe Geschwister, ein jeder von euch trägt ein Kreuz, einer schwerer als der andere. Das drückt manchmal sehr schwer, dass man denkt, man packt es nicht mehr, aber sägt am Kreuze nichts ab. Weichet dem Herrn nicht aus, lasset ab von eurer Haltung, von eurer Einstellung. Begebet euch ganz in die Hände des Herrn. Saget: „Herr, höre du uns, denn ohne dich können wir nicht einen Schritt gehen, nur mit dir wird es geschehen, dass wir diese Finsternis werden durchstehen.“ Es ist ein hartes Los, durch diese Welt zu gehen, angeprangert, verleumdet durch die Straße, durch den Kot gezogen zu werden von dämonischen Geistern auf Erden. Sie leihen sich die Körper. Und die Körper, die beten auch zu Gott. Sie beten auch sehr, sehr viel.
Sie beten ihre Rosenkränze, leiern sie so herunter. Aber was nützt denn das Lippenwetzen, das Lippengeschnarr. Was nutzt denn das? Der Herr hört gar nicht hin. Die Verleumdung ist das Schlimmste, was kann geschehen. Gespaltene Zungen soll man meiden. Man soll sie von sich stoßen, denn sie ändern sich nicht. Sie machen immer wieder weiter und sind unzufrieden mit sich selbst. Sie richten ihre Familien zugrunde. Sie denken - direkt - nur an sich, an ihre Willkür, an ihre Lust. Sie fragen nichts nach dem Ehepartner.
Wie geht es dir, liebe Frau? Wie ist es dir? Bringen keine echte Liebe auf den Tisch. Sie lieben nur sich, nur sich. Die in diesen Dingen stehen, die wird der Herr wohl behüten und ihnen viel Kraft geben in diesem Leben, wenn sie gewillt sind, tapfer durchzuhalten.
Wie heißt es so schön. Tapfer ist der Löwenbezwinger, aber tapferer, wer sich selbst bezwingt. Aber wir haben leider nur viele Memmen auf dieser Welt - als Männer. Männer sollen anständig und ordentlich ihre Frauen behandeln. Das will der Herr. Er sagt: „Seid zärtlich zu euren Frauen.“ Wenn sie aber donnern und wüten und schreien, wenn es nicht geht nach ihrem eigenen Lustwillen, dann wird der Herr dieses Haus verlassen. Da ziehen nur noch Dämonen ein. Aber der Herr bewahrt die Seinen. Er bewahrt seine Kinder, dass ihnen nicht ein Leid geschieht. Aber schaut euch an, was die ersten Christen gelitten. Wie hart waren ihre Wege! Sie litten Entbehrung, sie litten Verfolgung. Sie sind getötet worden um der Wahrheit willen, enthauptet, gekreuzigt, wilden Tieren zum Fraße hingeworfen worden.
Traget euer Geschick in der Zuversicht. Euer Herr verlässt doch die Seinen nicht. Aber wehe denen, die euch die Hölle bereiten in diesem Leben. Auch sie gehen durch einen gewissen Feuerbrand, auf dass sie zum Nachdenken kommen, wie sie andere geschnitten, wie sie andere mit Füßen getreten. Es sind labile, törichte Geistwesen, die ihr Unwesen treiben mit ihren Familien, mit ihren Frauen, mit ihren Kindern auf Erden, nehmen auch gar keine Rücksicht, nur auf sich selbst. Es ist kaum zu ertragen dieser stickige, schwarze Dunst, der von solchen Geistern ausgeht. Aber der Herr verlässt aber seine Herde nicht, die sich ganz festhalten an ihm. Er lässt die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Es kommt so, wie er es will. Und dass er uns zulässt diese Schwaden, diesen Rauch, diesen Dunst, diese Dunkelheit, er selbst ging ja durch die Dunkelheit.
Er sagt: „Meine Bräute sollen gefeit sein wider Sturm, Wetter und Wind, denn ich stehe doch hinter euch mit meiner Kraft und werde euch weder verlassen noch versäumen.“ Das Himmelreich leidet Gewalt und wer die Gewalt gebraucht, er reißt es an sich. Wir sollen kämpfen wider die Nacht, wider Tod und Teufel, ruhig bleiben, still sein auch bei den härtesten Angriffen, auch bei dem Geschrei, bei dem Höllenlärm. Das bedarf einer besonderen Kraft, die wir gar nicht haben, das bedeutet die Gotteskraft. Aber er gibt sie uns Menschen. An ihm liegt es bestimmt nicht. Er steht den Seinen bei. Aber wer sind denn die, die durch die große Trübsal kommen? Es sind die, die ihre Kleider reingewaschen im Blute des Lammes Jesu. Und er wird erscheinen, wie er mir offenbart hat, auf den Wolken des Himmels nur wenigen zur Freude, den meisten zum Schrecken, den meisten zu ihrem Verderben, weil sie ja den Dämonen dienstbar sind auf Erden. Ja, die Reue, die kommt leider zu spät. Schmerzen, Wehen, Stürme werden die erleben im jenseitigen Leben, die andere auf Erden quälen und schänden und schneiden und brennen. Es gibt eine Vergeltung. Da sagen sie: „Gott straft.“ Nein, sie strafen sich ja selbst. Sie ziehen ja die Dämonen auf sich mit Gewalt, und die Dämonen, die legen Beschlag auf solche Geister. Und der Raubvogel wartet schon darauf, bis er jene Seelen kann abholen mit seiner Schar. Das sind aber keine Engel. Das sind Dämonen, die zuschlagen. Da müssen Sie tun, was diese Dämonen verlangen. Das wird ein Höllenlärm werden.
Da, wo die Wahrheit ist, die tritt man leider mit Füßen. Da will man gar nichts davon hören. Es werden nur wenige sein, die da aufsteigen zum Herrn in das Licht, in das Leben. Fürchten wir aber den Tod nicht. Tod, wo ist denn dein Stachel, Hölle, wo ist denn dein Sieg, Jesus lebt. Eh ich mal eine Stunde abhielt, war ich mal so erschöpft, ich legte mich auf das Sofa. Und da sah ich, wie ein Engel mich umarmte, wie er mich zart küsste und er sagte: „Ich bin der Engel des Todes, aber, Helene, fürchte dich nicht. Du fürchtest dich auch vor mir nicht, denn ich bringe dir ja Freude und Glück.“ Ein wunderbares Wort am Ort. Liebe Geschwister, gehet auch ihr dem Herrn nach, so wird auch werden für euch lichter, heller Sonnentag. Wir alle sind immer in Gefahr. Wir leben in einer heißen Zone, wir leben eigentlich in der Hölle auf dieser Welt, wo so viele ihr Unwesen treiben, aber der Schutz des Herrn ist fühl- und spürbar und sicher und gewiss denen, die ihn aufnehmen und an ihn glauben und ihm fest vertrauen, die Jesus unserm Herrn dienen und ihm die Ehre geben. Folgen wir doch seiner Worte am Ort, so wird er uns geben seinen Frieden in unsre Seelen, den die Welt uns nie kann geben.
AMEN