Das lebendige Wort

inspiriert durch den heiligen Geist

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Ansprache vom 11.09.1999

Er gibt sich uns kund, liebe Geschwister, durch seine Geisteskraft. Er sagte zu mir: „Ich statte dieses Haus aus durch meine geistige Kraft, setzte einen Bogen über dieses Haus, dass alle in Staunen geraten.“ Das sind die Gnadenzüge, die er uns schenkt auf dieser Welt. Er spricht auch heute zu uns Menschen. Wenn auch unsichtbar er ist, aber doch fühl- und spürbar in seinem Geiste. Und wir wissen, dass er hier im Zelt ist. Auch seine Engelschar begleitet uns, wo wir stehen, wohin wir gehen. Es sind unsere Wächter, die den Auftrag haben von unserem Herrn, uns zu beschützen, uns zu bewahren vor den ärgsten Gefahren. Etliche Geschwister können bezeugen von der Engelschar.

Engel bewachen die Seinen. Sie beschützen uns auf wunderbare Weise, können sich materialisieren, wenn es brenzlig ist und wird. Das habe ich erlebt. Verbrecher laufen ganz schnell fort. Sie haben Furcht, wenn die Engel sich materialisieren und das in Soldatenkleidern. Sie stehen da als Wächter, immer bereit, für die Gläubigen zu kämpfen, zu streiten. Ich sah auch einen Engel. Er breitete seinen Arm aus und er sagte: „Keiner von den Gegnern, keiner von den Dämonen kommt hier durch. Alle Steinwürfe prallen an deinem Hause ab, Helene. Sie packen dich alle nicht. Sie treiben es wohl bis auf die Spitze, aber das nützt ihnen gar nichts. Der Herr hält fürsorglich seine Hände über dich, sein Kind.“ Auch über die, die hierher kommen, die fest an ihn glauben, auf ihn hoffen, auf ihn bauen. Er ist derselbe wie vor jener Zeit, wohl strahlend im Lichte der Herrlichkeit und doch für uns immer da.

Er ruft uns auch heute: „Kommet alle her zu mir, die ihr beladen seid mit viel Mühsal und Beschwerden. Ich will euch erquicken.“ Wenn wir bestrebt sind, den alten Menschen auszuziehen und den neuen Menschen anzuziehen, der nach Gott geschaffen ist, so ist er der Wächter mit seiner Engelschar, die uns behüten und beschirmen vor den ärgsten Feinden auf Erden. Er sagt heute noch: „Kommet her zu mir.“ Er schickt uns nicht zu Andern, zu Maria oder zu so vielen, die die Menschen heiligsprechen. Nein, er sagt: „Kommet alle her zu mir.“ Denn von ihm gehen ja aus die Kraft und die Herrlichkeit. Wenn die Engel uns bewahren, ist es doch seine Kraft, die er den Engeln gibt. Er gibt die Anweisung und er ist immer mit uns verbunden, immer mit uns vereint. Wohl müssen wir alle tragen unser Kreuz. Manchmal drückt das Kreuz sehr hart und schwer. Einer hat einen großen Packen, der andere weniger. Aber denken wir doch, wenn wir denken: „Es geht nicht mehr.“, an unseren geliebten Herrn. Treten wir an den Kreuzaltar und schauen ihn an, ihn, der so viel gelitten, der für uns gekämpft, gestritten, der für uns den harten Weg gegangen ist schon von Kind an, denn es war keine Herberge für ihn da, nur der arme Stall, wo das Vieh lag. Und die Krippe war sein Lager, sein Bett. Das war die Herrlichkeit, die man ihm gegeben in diesem Leben. Und die ganze Verfolgung, die er durchmachte mit der Familie.

Maria litt auch, und der Pflegevater, sie haben gelitten. Und doch, sie wussten, Gott, der Herr beschirmt sie. Er ist immer für sie da. Und der ganze Weg von Jesus war eine Härte. Denken wir an die Gefangennahme. Denken wir an Judas. Er war einer von seinen Auserwählten. Wie hat es den Herrn so sehr geschmerzt, dass gerade einer von seinen Zwölfen zum Judas wurde, zum Verräter. Und wenn wir daran denken, dann müssen wir ganz stille sein. Und auch denken, dass auch wir nicht verschont bleiben auf Erden, auch in allen meinen Wehen, die er mir zuließ, wo ich dachte: „Ich kann nicht mehr. Der Weg ist so hart. Ich fürchte mich. Herr, ich habe Furcht.“ Und der Herr zeigte mir eine Straße. Links und rechts war diese belegt mit Dämonen. Ich hatte eine solche Furcht. Ich sagte: „Herr, ich kann diesen Weg nicht gehen. Ich fürchte mich so sehr.“ Der Herr sprach: „Helene, das ist dein Weg. Den musst du gehen. Gerade dieser Weg führt dich zur himmlischen Höhe, aber ich stehe hinter dir mit meiner Kraft.“Anders hätte ich es auch gar nicht geschafft. Der Mensch packt das große Leiden, die Anfechtungen, die Verleumdungen, die Schwierigkeiten nicht aus eigener Kraft. Aber er hält die Seinen fest durch seine Kraft. Er geht ja vor uns her, der große Führer, unser großer Erlöser, unser Messias. Als man ihn gefangen nahm, gab Judas ihm einen Kuss. Und Judas sagte: „Den ich küsse, der ist es.“ Schmerzlich sagte Jesus: „Judas, mit einem Kusse verratest du den Menschensohn.“ Das brannte in des Herren Seele, gerade einer von den Erwählten. Auf keinen Menschen ruht Verlass, liebe Geschwister, aber auf die ruht schon Verlass, die sich leiten lassen vom heiligen Geiste, von seiner Kraft und Stärke. Er hält die Seinen fest, dass ihnen nie an der Kraft gebricht.

Denken wir auch weiterhin, als sie ihn gefangen nahmen, als sie ihn mit Peitschen schlugen, als sie ihn geißelten, dass das Fleisch an den Haken hängen blieb und er tat seinen Mund nicht auf. Der Körper blutete, und sie setzten ihm noch eine Dornenkrone auf sein heiliges Haupt. Sie verspotteten ihn, verhöhnten ihn mit den Worten: „Weissage, wer hat dich denn geschlagen?“ Und sie legten ihm das schwere Kreuz auf seine blutenden Wunden. Und Jesus trug das schwere Kreuz bis hinauf auf Golgathas Höhe. Aber wir wissen auch, dass ein Bauer vom Felde kam, so Jesus unter der Last einmal zusammengebrochen war, dass dieser Bauer aufgefordert wurde von den Häschern, er solle das Kreuz Jesu ein Stück des Weges tragen. Der Bauer wollte das aber gar nicht. Er weigerte sich; aber als er schaute in das Angesicht des Herrn, so kam eine solche Rührung über ihn. Er trug es gerne ein Stück Weges. Und die Priester. Sie verlangten, es soll sich bereinigen im Tempel von des Missetäters Kreuztragen. Welch eine Schmach für den Herrn Himmels und der Erde. Und er wurde an das Kreuz geschlagen, dass er rief: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Liebe Geschwister, wer Jesus nicht kennt, wer Jesus nicht aufnimmt, den kennt auch der himmlische Vater nicht. Denn der Vater hat dem Sohn das Gericht übertragen und er wird richten die Lebendigen und die Toten. Er wird richten die Schriftgelehrten vor jener Zeit und auch die Schriftgelehrten von heute, die ihn umgehen, die ihn ja kaum noch erwähnen. Er hat ja keine Religionen eingesetzt. Er hat gegeben sein lebendiges Wort, seine Kirche. Und mir offenbarte der Engel des Herrn. Rom ist dem Herrn eine Finsternis.

Der Herr spricht: „Ich erkenne keinen Papst, in diesem Aufzuge nicht.“ Der Heilige Geist betrachtet gerade die katholische Kirche als eine von Menschen mit gespalteten Lügen eingesetzte Lehre. Wer kann uns denn die Sünden vergeben? Wer schon? Doch der, der am Kreuze verblutet ist für unsere Schuld. Der kann uns vergeben und er kennt auch die Herzen und Seelen. Er sagt auch heute: „Kommet her zu mir, dir beladen seid mit viel Sünden und Gebrechen. Ich will euch befreien, aber sündiget fortan nicht wieder. Eure Sünden sind euch vergeben mit dem Vermerk, dass ihr nicht mehr zurückfallet in die alten Laster.“ Denket ja nicht, dass der Herr immer barmherzig ist. Manche Priester sagen: „Der Herr ist ja so barmherzig, der verzeiht ja immer und immer.“ Er hat seine Grenzen gesetzt. Bis hierher und nicht weiter. Es war eine Zeit, da musste ich viel Schrecken durchmachen, als Hexe ausgeschrien, mit Steinen beworfen, aber er hat mich immer getröstet mit den Worten: „Helene, das ist dein Weg. Ich gebe dir die Kraft zum Durchhalten.“ Und so betrachte ich immer und stets auch des Herren Weg. Es war der härteste Weg, den er gegangen ist für uns Menschen, auf dass er auch spricht: „Ich teile mein Reich mit euch.“ In einer Vision sagte er zu mir: „Helene, ich teile mein geistiges Reich mit dir. Sage dies auch den Geschwistern, die meinen Weg gehen und mir nachfolgen und auch den Kelch der Bitternis trinken bis zur Neige. Sage es ihnen, dass ich mein Reich auch mit ihnen teile.“ Wunderbar ist unser Herr in allen seinen Worten, in allen seinen Werken. Knien wir vor ihm nieder, singen wir ihm Dankeslieder. Gelobt sei unser Herr, immer und allezeit, gepriesen das große Erlösungswerk.

AMEN

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