Das lebendige Wort

inspiriert durch den heiligen Geist

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Ansprache vom 26.06.1999

Manche mögen sich daran stoßen, liebe Geschwister, dass gerade der Herr die Ärmsten auserwählt, gerade die man gar nicht kennt, die man gar nicht ansieht, die keinen Namen tragen auf dieser Welt. Er sagt, die Großen stürzt er vom Throne und erhöht die Niedrigen. Er lässt die Großen leer ausgehen, die gar nicht seinen Geist tragen. Es geht ja einzig und allein um Jesus, unsern Herrn. Wer hat uns denn erlöst? Wer ist denn gegangen durch die große Trübsal, durch Schmerzen, durch Prüfungen, durch Leiden, durch Schläge, durch Peitschenhiebe, durch die Dornenkrönung, durch Verspottung, Verhöhnung? Wer hat denn das Kreuz getragen bis hinauf auf Golgathas Höhe? Doch unser Herr Jesus, wohl vom Vater ausgesendet. Er sagt: „Dieser Jesus ist mein viel geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe. Ihn sollet ihr hören.“

Sie springen zu Gott, die Großen. Sie kennen kaum Jesus, unsern Herrn. Warum? Weil er ihnen damals schon die Wahrheit sagte. Und die Wahrheit kann man leider nicht ertragen. Er sagt: „Mein Wort ist den Gegnern meines Wortes ein zweischneidiges scharfes Schwert.“ Ja, wer kann es hören, wer kann es erfüllen? Sollte man noch daran zweifeln, dass er hier spricht. Als Kind ließ Gottvater zu, dass nirgendwo Platz war für den Sohn, für die Familie, nur der Stall von Bethlehem. Das ist das, wo Jesus sagt: „Die Füchse haben ihre Löcher, die Vögel des Himmels haben ihre Nester, aber der Menschensohn hat und findet keinen Platz, da er sein Haupt bergen kann.“ Und soll es ein Wunder sein, dass er gerade mich erwählt hat, dass er mir eine Begabung gegeben, die keiner hat in diesem Leben?

Er ließ mich auch gehen durch die große Trübsal, durch vielerlei harte Geschicke. Und er sagte: „Helene, das ist dein Weg. Ich stehe hinter dir mit meiner Kraft. Schlagen dürfen die Dämonen dich nicht, denn ihr habt es auf dieser Welt im Grunde nicht zu tun mit Fleisch und Blut, sondern mit den Gewalten der Finsternis.“ Die ziehen in die Menschen ein, in die labilen Geister ziehen diese ein und verbreiten viel Unrat. Ihr sehet ja, was da alles geschieht. Ihr höret so viel. Männer töten ihre ganzen Familien. Väter geben sich mit ihren eigenen Kindern leiblich ab.

Das ist noch schlimmer wie Sodoma und Gomorrha, noch viel schlimmer heute. Und es wird noch dreister werden, aber der Herr schlägt zu auf dieser Erde. Er ist bereits am Richten. Und warum geht er denn in diese Hütte hier. Er nahm ja auch vorlieb damals im Stall von Bethlehem. Und er sagt: „Dieses Haus ist mein und bei Helene bin ich daheim.“ Das heißt, er führt mich durch sein Wort, er führt mich durch die lebendigen Lebenszüge, aber nicht für mich allein. Ich soll das bekennen, ich soll euch sagen, dass er da ist und dass er uns nah ist und dass er für uns lebt und weiter wirkt im Geiste und im Licht, dass er euch sehr lieb hat, wenn ihr den Weg gehet. Drum gebet euch Mühe. Und sprechet aber: „Herr, unsere Mühe allein genügt wenig, aber du bist die Kraft in unseren Herzen und Seelen.“ Wir wollen dir folgen. Und er spricht: „Seid immer vorbereitet. Denket hier, dass heute der letzte Tag ist.“ So sollet ihr vorbereitet sein auf das Kommen des Herrn. Er ist ja im Geiste da, euch nah. Aber ihr werdet ihn schauen, so wie er in Wirklichkeit ist, als König Himmels und der Erde.

Die Heilige Dreifaltigkeit verstehen wir Menschen nicht, mit unserm Verstande nicht. Das Geheimfach Gottes fassen wir nicht.

Es ist nur ein Gott in drei Wesensarten. Vater, Sohn, Heiliger Geist. Auch der Mensch besteht aus Körper, Geist und Seele. Der Körper fällt in die Grube, so wie der Engel des Herrn es mir offenbarte, aber der Geist geht ein in das Licht des Herrn, wohl in der Nachfolge seiner Person. Es komm später viele und sie rufen, sie schreien: „Herr, öffne uns doch die Türe.“ Und er sagt: „Weichet von mir, ich kenne euch nicht.“ Ohne Nachfolge, ohne den Weg zu gehen, kommt keiner in das große Licht. Drum gebet euch Mühe. Es lohnt sich fürwahr. Treten wir alle an den Kreuzaltar und danken wir unserm Erlöser, dass er für uns sein Blut geopfert hat am Stamme des Kreuzes von Golgatha. Danken wir ihm, denken wir auch an die Zeit, die er durchgemacht hat, an die furchtbare Leidenszeit. Und beten wir den Rosenkranz im Licht, so wie Maria die leibliche Mutter des Herrn erschienen ist. Sie sagte, sie trägt den Rosenkranz im Licht, aber die Priester tragen ihn in der Finsternis. Denn nur in Jesus Christus liegt das Heil, die Kraft und die Auferstehung. Er ist unser Befreier. Er ist unser Erlöser, unser Messias. Er ist unser Heiliger Vater, unser Papst, unser Berater, der von sich behaupten kann, dass er heilig und unfehlbar ist. Kein Mensch kann das von sich behaupten, weil sie alle voll Fehler sind, weil sie alle lügen. Der Heilige Geist betrachtet gerade diese katholische Kirche als eine von Menschen mit gespaltenen Lügen eingesetzte Lehre. Und er sagt: „Ich erkenne keinen Papst. Rom ist mir eine Finsternis.“ Wer kann denn die Stelle Christi vertreten? Doch nur der Heilige Geist. Er ist doch der Alleinige, der Unfehlbare, Petrus Nachfolger zu sein. Petrus war demütig, bescheiden und er ging auch den harten Weg wie der Herr bis zum Kreuz. Wahre Christen werden immer verdammt von der Menschheit. Aber Lügner werden angebetet und verherrlicht. Das ist so in dieser Welt. Die Lügen werden gehoben.

Die Wahrheit wird mit Füßen getreten. Jesus sagt er: „Ihr müsset gehasst werden schon um meines Namens willen.“ Das ist allerhand, schon um seines Namens willen. Jesus zählt ja überhaupt nicht. Sie springen zu Gott, zu der Gottheit. Und Gottvater kennt sie ja gar nicht. So wie der Vater denkt, so denkt der Sohn. Und was der Sohn denkt, das denkt der Vater. Jesus sagt wörtlich: „Wer an mich glaubt und an meinen Vater, der mich gesendet hat in diese Welt, der hat das ewige Leben.“ Im Glauben bezeugen wir aber auch, dass wir die Werke der Liebe erfüllen, nicht nur große Worte geben, sondern tatkräftig wirken in unserm Leben, das wir lebendige Glieder sind am Leibe unseres Herrn. Das ist sein Wille. Das ist sein Begehr, dass wir ihm folgen Schritt für Schritt. So geht er auch Hand in Hand mit uns ein in das ewige Land. Bewahret diese Worte gut und seid vor der Macht der Finsternis immer auf der Hut. Bewahret die Worte gut, der Herr gibt euch Mut, Kraft und Ausdauer. Herr, schütze uns vor dem Feind.

AMEN

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