Das lebendige Wort

inspiriert durch den heiligen Geist

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Ansprache vom 15.05.1999

Liebe Geschwister, nur in Jesus liegt das Heil. Keiner kommt in das Reich, zur Gottheit, zum Vater ohne Jesus. Er sagt nicht umsonst: „Ich bin die Türe, die da führt in das Leben.“ Der Vater hat ihm die Rechte gegeben, denn er, Jesus, hat vollbracht das große Erlösungswerk für die Menschheit auf Golgathas Höhe. Er ließ sich für die Menschen schlagen. Er ließ sich gefangen nehmen. Er ließ sich mit Fußtritten bearbeiten. Er ließ sich geißeln, sodass das Fleisch an den Haken hängen blieb, sich mit Dornen krönen, verspotten, verhöhnen. Er trug das schwerste Kreuz der ganzen Welt hinauf bis nach Golgatha. Dort geschah das Schreckliche. Er wurde ans Kreuz geschlagen. Denken wir auch an Maria, an seine Leibesmutter. Sie wusste ja im Voraus, dass er musste diesen Weg gehen, dass kein anderer Weg führte zur Erlösung, wie gerade dieser furchtbar-schwere blutige Kreuzweg. Er ging bis zum Kreuz. Was sie gelitten, das wissen wir auch alle nicht. Sie trug ihn ja unter ihrem Herzen. Sie hat ihn ja auf die Welt gebracht und das schon in einem Stall von Bethlehem.

Auch dies war nicht umsonst, auf dass die Menschen in die Demut gehen. Er bedrohte damals schon diese Schriftgelehrten, die sich stellten über ihn: „Wehe euch!“ Natter-Ottergezücht nannte er sie. Es ist ja auch heute so. Kaum noch wird er erwähnt. Sie halten sich an Gottvater, meistens an das Alte Testament. Sicher, der Herr ist gekommen, auf dass er erfüllt die Liebe.

Er sagt: „Ich löse nicht das Alte Testament. Ich löse nicht das Wort der alten Propheten.“ Nein. Aber er selbst ist gekommen, hat sich für die Menschheit hingegeben bis zum Kreuz zur Erlösung. Wen sollen wir denn anrufen, etwa die, die die Menschen hier heiligsprechen. Sie selbst leben noch in der Finsternis. Keiner erreicht die Heiligkeit in dieser Zeit. Keiner kann von sich behaupten, heilig und unfehlbar zu sein.

Der Herr spricht: „Keiner ist gut, alle Menschen lügen.“ Nur einer ist gut, das ist unser Herr und Meister, lebend im Vater, der Liebe, der ewigen Glut. Wenn wir ihn anrufen, er sagt ja nicht: „Gehet dorthin oder gehet dahin.“ Er sagt ja: „Kommet alle herzu mir, die ihr beladen seid mit vielen Nöten und schwierigen Problemen. Ich will euch beistehen.“ Er kann uns trösten zur rechten Zeit. Und er lindert auch unsere Schmerzen.

Er sagte einmal zu mir: „Helene, ich verbinde deine Wunden mit meinen Heiligen Wunden. Du bist das Kind meines heiligen Herzens, mitdenkend, mitfühlend, mitleidend. Ich gehe Hand in Hand mit dir durch die Fluren des Paradieses und zeige dir die Herrlichkeit meines geistigen Reiches.“ Es ist nicht mein Verdienst, liebe Geschwister. Ich beuge mich tief in die Demut vor dem Herrn, der sein Leben geopfert hat für uns alle am Kreuz von Golgatha. Wie schwer hatte er es mit dem Kreuztragen. Und dann am Kreuz. Die Geduld hat er bewahrt für uns. Er tat seinen Mund nicht auf. Zuletzt rief der: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Liebe Geschwister, in Demut sollen wir alle niederknien vor dem Kreuzaltar. Denn was sind wir denn? Wir sind gar nichts ohne unsern Herrn. Die großen Gelehrten werden sich dereinst mal beugen müssen vor dem einem lebendigen Herrn, den sie heute so auf die Seite schieben. Wie der Engel sagte: „Die katholische Kirche hat sich festgefahren in Menschenverehrung, von Menschenverherrlichung. Christus, der Erlöser, wird kaltgestellt gerade von diesen Gelehrten auf dieser Welt.“ Wo sollen wir denn sonst hingehen? Sollen wir etwa Menschen anbeten? Sollen wir die andern anrufen, die vor uns hergegangen sind. Er sagt: „Kommet alle herzu mir.“ Er ruft uns ja an den Tisch der Gnade. Er hat Platz für uns alle, so wir ihn lieben, so wir seine Worte ernst aufnehmen, so wir sie befolgen in unserm Leben. Er gibt mir eine klare Sicht auch von den Verstorbenen, die vorangegangen sind, auch von den Engeln des Herrn. Das ist der Gnadenzug Gottes. Er sagt: „Was ich dir verliehen, wird nie mehr so geschehen.“ Es ist ein Zug, der wächst von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde. Aber dieser Zug, da spricht man auch verächtlich darüber. Man sagt: „Die Frau hat Wahnvorstellungen, das gibt es nicht.“ Vor Gott sind alle Dinge möglich. Er macht es möglich.

In einer Vision sagte er: „Ich mache mein Kind ganz groß.“ Doch knie ich nieder in aller Demut und Liebe. Lieber Herr, ich danke dir für deine große Liebe, dass du uns schenkst sein Wort, dass du es durch mich fließen lässt, durch meinen Geist, durch meine Seele, durch meine Hände am Ort. Wir danken ihm alle, liebe Geschwister, für seine Liebe, Güte und Erbarmung. Wir danken ihm aber auch für die Beschneidung, wenn wir auch zu leiden haben, wenn wir Schmerzen haben. Bitten wir ihn, dass er sie möge lindern und er hilft uns auch wieder. Ich habe selbst an meinem Körper schon große Wunder erlebt, sodass mein Arzt auch gestaunt hat darüber. Er ist der große Seelenarzt.

Und unsere Seelen sind meistens erkrankt von der Kälte, von der Unnahbarkeit der Menschen. Betrachten wir doch alle diese, die sich Christen benennen, wie kalt sind sie in ihrer Fassung. Sie können zusehen, wenn die Menschen Not leiden, ohne Hilfe, ohne Erbarmung, ohne Liebe, ohne Gnade. Das sind keine Christen, die dem Herrn aus dem Wege gehen. Denn er sagt: „Liebet euch untereinander. Einer stehe dem andern bei. Einer soll tragen des Anderen Lasten und Beschwerden.“ Wir sind ja nicht für uns selbst da. Wir sind für die Mitmenschen da, die uns brauchen, wenn man in der größten Seelennot ist. Dann erkennt man, was ein Christ ist.

Liebe Geschwister, fassen wir diese Worte im Ernste auf. Denken wir, wenn auch unsere Angehörigen fortgenommen hat von dieser Welt. Aber wir dürfen Sie wiederfinden, wiedersehen im geistigen Zelt. Das wird eine Freude werden, die wir kaum ahnen auf dieser Erden, wohl, so wir den Willen Gottes erfüllen und ihm nachfolgen in diesem Leben. Danken wir dem Herrn für diese Gnade, was er uns gewährt in dieser Zeit, dass er zu uns spricht, in unsere Seelen: „Kommet alle herzu mir, die ihr beladen seid. Ich will euch erquicken.“ Oh Herr, gib uns deinen Segen und deinen Frieden.

AMEN

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