Das lebendige Wort

inspiriert durch den heiligen Geist

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Ansprache vom 08.05.1999

Liebe Geschwister, der Herr ist auch in unserem Zelt. Er spricht zu uns Menschen. Er ruft uns an den Gnadentisch: „Kommet alle her zu mir, ihr beladen seid mit viel Mühsal und Beschwerden. Ich will euch erquicken.“ Wir haben einen Herrn, an den so viele nicht mehr glauben. Was sie nicht sehen, das glauben sie nicht. Mit menschlichen Augen ist das Geistige nicht zu erspähen. Der Herr hat verheißen: „Wer an mich glaubt und an meinem himmlischen Vater, der mich gesendet hat auf diese Erde, der hat das ewige Leben.“

Wohl spricht er: „Dieses Haus hier ist mein. Bei Helene, meiner Auserwählten, bin ich daheim.“ Fassen wir das Wort so recht im Geiste auf. Er gibt die Gnadenzüge. Er lässt fließen das Lebenswasser durch meine Hände, durch meinen Geist, durch meine Seele. Er sagt auch: „Ich heilige mein Kind durch mein Wort, durch mein Bild.“ Ich kann aber nicht sagen, dass ich eine Heilige bin. Die Heiligkeit erreichen wir nicht in dieser Zeit. Keiner ist gut, so spricht der Herr. Nur Gott allein. Wir Menschen machen immer Fehler, soll sich keiner rühmen von Heiligkeit und Unfehlbarkeit. Nur einer ist heilig, einer ist unfehlbar.

Das ist unser Herr, wohl in seinem Geiste. Und er hat gesprochen zu Petrus, weil Petrus ihn bekannte vor den Menschen: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ „Petrus, das hat dir nicht Fleisch und Blut offenbart, sondern mein Vater, der im Himmel ist. Ich sage dir, Petrus, du bist Petrus, der Fels des Glaubens und auf diesen Felsen baue ich auf meine lebendige Kirche und die Pforte der Hölle wird sie nicht überwältigen.“

Dieses Amt hat er einem armen Fischer anvertraut, der sein Brot musste kärglich verdienen. Er hatte Schwielen an seinen Händen. Er hat dieses Wort keinem anderen anvertraut, keinem Gelehrten. Die Gelehrten haben ihn ja verworfen. Sie haben ihn ja verkannt. Trotz großer Wunder und Zeichen nahmen sie ihn nicht auf. Er sagte ja auch, dass sie verdammt sind bis in alle Ewigkeit, weil sie die Wunderwerke an ihm gesehen und erlebt haben. Dennoch stießen sie ihn ab. War es der Neid? War es die Missgunst? So ist es bis heute geblieben. Die er auserwählt, die werden genauso behandelt von ihnen. Sie weichen der Wahrheit aus. Aber Jesus sagt: „Ich bin der Weg. Ich bin die Wahrheit. Ich bin das ewige Leben.“

Und er hat immer Menschen erwählt. Denn er sagt: „Dieses Haus ist mein und alle, die die Schwelle des Hauses betreten, meinen Geist an- und aufnehmen, die auch gesinnt sind, mir nachzugehen, die auch den Kelch der Bitternis leeren, so wie ich es getan, die ziehe ich himmelan. Und niemand wird mir meine Schafe entreißen.“ Er ist unser guter Hirte. Er ist unser Heiland, der sich voll und ganz für die Menschen eingesetzt hat, der sein kostbares Blut fließen ließ über uns, dass wir errettet werden. In einer Vision sagte er zu mir: „Helene, ich teile mein geistiges Reich mit dir. Sage es den Geschwistern, die zu dir kommen, dass ich mein Reich auch teile mit ihnen, wenn sie gewillt sind, mir nachzugehen.“

Er spricht zu uns Menschen. Er ist immer für uns da. Und er tröstet uns zur rechten Zeit. Manche sagen: „Wir können nicht glauben, weil er uns so viele Schmerzen bereitet. Wir müssen so viel leiden.“ Gottes Wege sind nicht unsere Wege. Seine Gedanken sondern sich ganz ab von unseren Gedanken. Er zieht uns durch die Leiden, durch die Schmerzen, durch die Beschneidung aufwärts zu den lichten Höhen. Gottvater verschonte seinen eigenen Sohn nicht. Der Sohn hat sich völlig hingegeben, auf dass wir Errettung finden. Sonst ständen wir Ewigkeiten in der Dunkelheit, in der Finsternis.

In einer Vision streckte er seinen Arm aus und sagte: „Helene, ergreife fest meinen Arm. Sage es den Geschwistern, sie sollen das Gleiche tun.“ Er gibt uns auch die Kraft, dass wir das durchstehen, was er uns zulässt. Und wenn Satans Engel uns schlagen durch Krankheiten, durch Prüfungen, durch Verleumdungen, so ist er der, der uns tröstet, der da sagt: „Bleibet in mir, so bleibe ich in euch.“ Nehmen wir doch hin diese Prüfungen und danken wir auch dem Herrn dafür, denn dadurch zieht er uns aufwärts zu den lichten Höhen. Manche sagten zu mir: „Wie bist du denn gekommen auf diese hohe Stufe?“ Das ist der Herr, der auch mich beschneidet, immer noch, täglich, stündlich, minütlich. Gottes Wege sind nicht wie unsere Wege. Aber ich danke ihm auch dafür. Als er meine Kinder genommen, das tat mir sehr, sehr weh. Als er den letzten, den Sohn genommen, sagte ich nur an dem gleichen Tag, als er verstorben war: „Herr, das tut sehr weh. Du hast mir alles fortgenommen, aber es soll kein Vorwurf sein. Ich beuge mich, so wie du es willst. Herr, dein Wille geschehe.“

Tut es auch noch so weh, aber du machst keine Fehler. Da hörte ich die Stimme von meinem verstorbenen Sohn: „Mama, hörst du mich?“ Dreimal hat er gerufen: „Dann bete für mich.“ Da wusste ich, dass der Herr ihn nicht in den zweiten Tod sandte. Der zweite Tod ist schrecklicher als der erste. Das ist die Finsternis.

Liebe Geschwister, sehen wir zu, dass wir den Weg Gottes auf dieser Erde gehen. Es ist nur eine kurze Zeitspanne. Denn er sagt: „Bereitet euch vor, denn ihr wisset weder den Tag noch die Stunde, noch die Zeit.“ Wie schnell rafft der Herr die Seelen fort von dieser Welt. Ihr seht es, was in dieser Welt geschieht. Es geschieht nichts umsonst. Er kommt wie ein Dieb in der Nacht, da keiner ihn erwartet. Aber bleibet in der Erwartung und füllet eure Lampen mit dem Worte Gottes, mit dem kostbaren Öl der Gnade Gottes. Und seid immer bereit, auf dass der Bräutigam erscheint. Er kennt die Seinen nur an der Lampe lichten Schein. Liebe Geschwister, gießet heute Öl in eure Behälter ein. Und seid wachsam, seit gescheit, denn wie schnell eilt die Zeit dahin. Leben wir doch nur im geistigen Sinn. Beten wir den Herrn an, der für uns verblutet ist am Kreuzaltar von Golgatha.

AMEN

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