Ansprache vom 23.01.1999
Der Herr spricht: „Wer diese Welt mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert.“ Wenn unsere eigenen Hausgenossen andere Wege ziehen, sollen wir nicht traurig sein. Denn wir haben ja unsern Herrn, der alles lenkt und leitet nach seinem heiligen Willen. Wir müssen uns trennen von denen, die den Lebenszug nicht an- und nicht aufnehmen wollen, die nicht wollen dem Herrn dienen, die auch abstreiten seine Wege. Wenn man in ein Haus kommt, man gibt ihnen das Wort, man legt es ihnen aus und sie wollen nichts davon wissen, so spricht der Geist: „Werfet das Wort, die kostbare Perle nicht vor die Weltsäue.“ Ein hartes Wort am Ort. Meine eigenen Leute haben mich verlassen, mich verstoßen, verworfen. Auch in der größten Not nahm mich keiner auf. Die Türen waren fest verschlossen. Der Herr sagte zu mir in der Erscheinung: „Mein Kind, weine nicht. Ich stelle dir auf gute Geister in und um dein Haus.“ Wenn sie uns allen die Türe verschließen, er öffnet uns die Türe zum Leben. Und er ruft uns Menschen an unsre Seite. Er gibt ihnen die Order: „Stehet hier bei.“ So es notwendig ist und sie horchen, sie gehorchen, sie befolgen das Wort am Ort, diese Geister leben im Herrn.
Sie brauchen sich nicht zu fürchten, wenn der Todesengel erscheint und fordert die Seele von dieser Welt, denn er bringt ja die Seele in das Glück. Und wenn wir sterben, so werden wir leben durch den Odem Gottes in unserem Geiste, in unsrer Seele. Ja, wir leben und er nimmt uns ab die Schmerzen. Er trocknet und wischt uns ab die Tränen, die wir so viel geweint in diesem Leben, vom Angesicht, unser lieber Herr Jesus Christ. Er selbst geht als Vorbild heute noch uns voran. Und er spricht: „Meine Lieben, klaget nicht, jammert nicht. Traget euer Kreuz mir nach. Es soll euch eine Ehre sein, das Kreuz mir nachzutragen. So kenne ich die Meinen. Die Meinen kennen mich und ich rufe sie beim Namen und sie gehen ein ins ewige Licht.“ So spricht der Herr: „Drum fürchtet euch nicht, denn ich bin bei euch alle Tage. Ich lasse euch nur zu, was notwendig ist, zur Beschneidung, zur Formung eurer Seelen.“ Nehmet alles so hin, wie euer Herr es will. Und freuet euch für diese Stunde des Ablebens von hier. Dann beginnt erst das wahre Geistesleben, das ewig währt. Wir können es nicht fassen nach unserm Verstande hier, was der Herr uns schenkt im Geistesleben auf der andern Welt. Er ist auch heute für uns da. Er sagt: „Bittet und ihr werdet auch empfangen. Klopfet an, es wird euch aufgetan. Ich werde die Meinen stets stärken, erquicken und trösten zur rechten Zeit, und zwar durch meine Engelschar, sie führen euch wunderbar. Danken wir unserm Herrn für sein lebendiges Wort, für den Gnadenzug an diesem Ort.
AMEN