Ansprache vom 16.01.1999
Liebe Geschwister, wir sind im Zelt unseres Herrn, er ist mitten unter uns. Er gibt uns sein Wort, die Speise des Lebens reicht er uns allen hier am Ort. Er sagt zu euch: „Kommet alle her zu mir, die ihr beladen seid mit so viel Mühsal und Beschwerden.“ Wir dürfen kommen, wann und wie wir wollen, immer zu unserm Vater dürfen wir kommen, zu unserm Herrn und Heiland. Wie sagten die Jünger damals: „Zeige uns doch den Vater.“ Er sagte: „So lange seid ihr schon bei mir und ihr kennet meinen Vater nicht. Die Werke, die ich erfülle, das ist doch mein Vater, ich mit ihm verbunden, ich mit ihm vereint durch des Geistes Kraft bis in alle Ewigkeit.“ Worte des Herrn sind nach dem Verstande nicht fassbar.
Er sagt auch: „Nehmet mich mit euren Herzen auf, so lichtet sich der Lebenslauf.“ Er sagt auch: „So ihr heute meine Stimme vernehmet, verhärtet eure Herzen nicht. Gehet in euch, gehet an eure Schwächen, an eure Gebrechen. So der Herr euch verziehen hat diese Sündhaftigkeit und Schlechtigkeit, so sollet ihr Eures dazu tun und sollet fest werden. Er gibt die Kraft, die es schafft. Er sagt: „Bleibet fest in mir. Fallet nicht mehr zurück in die alten Laster. Denn wisset, dass es Dämonen sind, die euch einholen zu jeder Stunde, zu jeder Zeit. So ihr für sie öffnet eure Herzen für die Sündhaftigkeit und Schlechtigkeit. Fallet nicht mehr zurück. Gehet voran.“ Schauet das große Licht. Jesus ist das große Licht. Er leuchtet uns. Dieses Licht leuchtet uns in dieser Finsternis. So wir seinen Weg hier gehen, so ist er ja mit uns in seinem Lichte. Und wenn mal unsre Stunde kommt, wenn er kommt, dann erkennt er uns an der Lampe lichten Schein. So ist er auch unser Bräutigam, der uns abholt von dieser Welt.
Er sagt aber wörtlich: „Was ihr hier säet, das werdet ihr ernten.“ Bei manchen ist die Saat herrlich. Sie geht wunderbar auf. Die Lebensbäume blühen zur herrlichen Pracht, sodass sich viele Seelen daran laben. Aber seid nicht der Torheit verfallen und lebet den Dämonen nach, so wie die Dämonen es wollen. Würdet ihr diese sehen, ihr würdet euch fürchten. Ihr würdet gerne den Weg auf Erden gehen. Denn gerade die Dämonen holen euch ab, wenn ihr immer wieder zurückfallet in die alten Sünden, in die alten Laster. Der Mensch muss an sich feste arbeiten. So gibt der Herr auch die Kraft, dass wir es alle schaffen. Glaubet ja nicht, dass mit Beichten das erledigt wäre, dass die Sünden er vergibt. Er sagt doch nicht umsonst: „So wie die Bäume fallen, so bleiben sie auch liegen.“
Und alles Finstere muss gesühnt, muss bestraft werden. Alle Bosheit, alles hat seinen Preis. Lasset euch nicht mit schönen Worten formen, sondern nehmet die Wahrheit hier an und auf. Denn ihr wisset ja gar nicht, wie schnell der Herr kommt. Wie schnell naht das Gericht. Man weiß nicht den Tag. Man weiß nicht die Stunde.
Er sagt: „Ich komme wie ein Dieb in der Nacht, da man mich nicht erwartet.“ Aber wir sollen stets in der Erwartung ausharren, durchhalten und uns fragen, wie weit stehen wir, wie weit sind wir mit dem Herrn verbunden und vereint. Sind wir doch keine törichten Schafe, die doch immer noch den Dämonen hörig sind. Dienen wir doch unserm Herrn, dem alle Macht gegeben ist im Himmel und im Leben. Manche sagen: „Er ist ja so barmherzig. Er vergibt uns gleich, so wir Reue erwecken.“
Oh, mitnichten, das ist nicht die Wahrheit. Seelen erscheinen auch mir, die schon zig Jahre fort sind von dieser Welt. Ich kann mich erinnern an meine Schwiegermutter. Sie sagte einmal zu mir: „Lene, glaubst du an eine Auferstehung?“ Ich sagte: „Warum geht ihr denn jeden Tag in die Kirche, wenn ihr nicht glaubet an eine Auferstehung. Dann ist ja das Wort eigentlich Torheit und euer Kirchlaufen.“ „Ach, ich glaube es nicht“, sagte sie, „dass man aufersteht.“ Jetzt ist sie schon über 30 Jahre verstorben. Jetzt ist sie mir erschienen, und zwar in einer solchen Dunkelheit. Ich konnte es nicht fassen, dass sie immer noch in dieser Dunkelheit war. Sie rief: „Lene, was hast du denn gemacht, dass du so hoch im Lichte stehst? Ich komme aus meiner Finsternis nicht mehr heraus.“ Ich wunderte mich, weil sie so lange schon fort ist und ist immer noch in der Finsternis.
Liebe Geschwister, hier sollen wir an uns arbeiten. So wie die Bäume fallen, so bleiben sie liegen. Sie bat mich, aber für sie zu beten. Wir brauchen keine Beter, wir sind auf uns gestellt und den Herrn. Er sagt ja: „Folget mir nach.“ Es kommen später viele an das Lebenstor und rufen: „Herr, haben wir doch alles so getan, so wie du's wolltest.“ Und wie wird er sagen: „Weichet von mir, ihr Heuchler, ihr Pharisäer. Ich habe euch noch nie erkannt. Ich kenne euch nicht.“ Ein hartes Wort am Ort. Nehmet es nicht so leicht.
Er sagt nicht umsonst: „Wer das stehe, der sehe zu, dass er nicht mehr falle.“ Er lässt sich nicht zum Narren halten von dem Volk. Ihr aber sollet Kinder des Geistes werden noch auf Erden und sollet Folge leisten, so wie er es will. Und wir sollen uns auch nicht scheuen, ihn zu bekennen vor den Menschen, so wie er in Wirklichkeit ist. Es ist nur zu eigenartig, dass man die Wahrheit mit Füßen tritt, dass man die Lügen eher glaubt als die Wahrheit. Aber der Herr spricht und ihm wollen wir folgen, was er sagt, was er offenbart. Selig die, die sich diese Worte tief zu Herzen nehmen und dem Herrn auch nachgehen. So gibt er seinen Segen in eure Herzen und seinen viel begehrten Frieden.
AMEN