Das lebendige Wort

inspiriert durch den heiligen Geist

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Ansprache vom 19.12.1998

Liebe Geschwister, das Wort Gottes möge eure Seelen berühren. Die Kraft des Geistes Gottes möge eure Seelen durchströmen. Der Herr ist da. Er gibt ja sein Wort, das er durchfließen lässt durch meinen Geist, durch meine Seele. Wir sollen tapfer ertragen das Los, das er uns zulässt. Er sagte einmal zu mir in einer Vision: „Helene, weine doch nicht. Ich habe dir gegeben ein großes geistiges Vermögen. Was wären die Priester so froh, wenn sie dieses Vermögen empfangen könnten.“ Der Herr ist geboren worden durch das Wort Gottes, und das glauben so viele Priester nicht. So viele sagen: „Von nichts kommt nichts.“ Der Herr konnte nur kommen durch das Wort. Er ist der Allerheiligste. Und nur durch das Lamm öffnet sich die Himmelspfort'.

Wo wird das Lamm Jesus noch verkündet, es wird kaum noch gestreift. Es wird ja kaum noch erwähnt. Wer hat uns denn erlöst? Wer ist denn geboren worden in einem armen Stall von Bethlehem? Nicht umsonst ging er in diese Demut. Nicht umsonst erwählte er die harte Grippe, um den Großen zu zeigen: „Geht mal runter von eurem Pferd, von eurem hohen Roß und gehet mal in die Demut, in die Niedrigkeit.“ Denn er ist der Herr. Keiner kann von sich behaupten, heilig und unfehlbar zu sein. Der Herr sagt selbst: „Ich erkenne keinen Papst. Rom ist mir eine Finsternis.“ Er ist unser Papst, der heilig und unfehlbar ist, und der seine Kirche weiterleitet bis an das Ende. Er sagt: „Viele sind berufen.“ Wenn die Berufenen tragen seinen Geist, wird er sie freimachen. Tragen sie ihn nicht, sind sie auch nicht erlöst, so leben sie auch in der Finsternis. Es ist, wie die Mutter des Herrn sagte: „Die Priester tragen den Rosenkranz in der Finsternis, ich trage den Rosenkranz im Lichte.“ Wer ist denn gegangen durch Schläge, durch Peitschenhiebe, durch Geißelung, durch Dornenkrönung, Verspottung, Verhöhnung. Wer trug denn das Kreuz bis hinauf auf Golgathas Höhe. Wie demutsreich war der Weg unseres geliebten Herrn. Mehrere Male ist er unter der Kreuzeslast zusammengebrochen und er wusste genau, wenn er oben ankommt, dass man ihn an das Kreuz schlug.

Er trug die Schmerzen, und zwar in der Ruhe, in der Geduld, in der Demut, in der Sanftmut. Er machte kein Aufheben von seiner Person. Schon als er mit seinen Jüngern zusammen war, einfach und schlicht war sein ganzes Leben. Er hat uns teuer erworben durch sein vergossenes Blut. Wer das Lamm auf die Seite stellt, der hat weit gefehlt. Der steht noch in der Finsternis. Und wenn sie noch so schön predigen, noch so große Worte geben. Wo das Lamm nicht ist, da ist Finsternis, Finsternis an allen Orten. Es ist, wie der Engel des Herrn mir kundgab in einer Vision. Die Schriftgelehrten beachten den Herrn nicht. Es ist nur noch eine Menschenverehrung, eine Menschenverherrlichung. Vor so vielen Heiligen, die sie heiligsprechen, ist für den Allerheiligsten kein Platz und kein Raum. So bittet man Maria, sie möge fürbitten für sie. Wir können uns festhalten an unserem Heiligen Vater.

Er sagt doch zu uns: „Kommet alle her zu mir, die ihr beladen seid mit viel Mühsal und Beschwerden. Ich weiß die Meinen zu erquicken, zu führen, zu lenken und zu leiten.“ Wollen wir nicht zu unserem Heiligen Vater gehen. Der Weg ist breit zu ihm. Er ruft uns ja an den Tisch. Er gibt uns sein königliches Wort. Er lässt es fließen durch eines Menschen Geist und Seele. So groß ist der Herr in allen seinen Werken. Aber er sagt, gerade die, die er auserwählt, die werden verfolgt schon um der Wahrheit seines Wortes willen. Man hält sein Wort nicht mehr für wahr. Man sagt...

Betrachten wir doch alle diese Schriften, wie wahr sie gehalten sind. Die geistige Kraft durchströmt ja das Wort. Das Wort hat ja Leben und Kraft. Er ist gekommen durch das lebendige Wort. Er ist das Wort. Er ist unser Leben. Er ist unsere Auferstehung. Sicher, wir werden angefochten. Wir sind immer noch Menschen, die auch Fehler haben, die da denken, sich zu wehren. Er aber sagte zu mir: „Fürchte die Schriftgelehrten nicht, sage ihnen die Wahrheit ins Gesicht.“ Mein Arzt sagte einmal: „Wehren Sie sich nicht, Frau Kreuz.“ Ich sagte: „Ich muss das tun, was mein Herr verlangt.“ Er will, dass ich die Wahrheit sage, auch denen ins Gesicht. Es ist ja der Herr, der auch die Frevler schlägt. Ehe sie zuschlagen, schlägt der Herr zu. Er ist für uns alle da, wenn wir aufrichtigen Herzens sind. Und wir sind alle beladen mit Sorgen, schwierigen Problemen, mit denen wir allein nicht fertig werden. Ohne seine Kraft geht es nicht. Und viele leben ohne ihn. Sie fallen immer tiefer, immer tiefer in die Abgründe. Sie wissen auch vielleicht nichts von ihm. Aber, wo das Wort verkündet wird, dort ist Licht. Es ist, wie Maria sagt. Sie trägt den Rosenkranz im Lichte. Sie stellt das Lamm Jesus vor. Er ist der Herr. Er ist der Erlöser. Er ist der Messias. Nur durch ihn sind wir errettet.

Und der Vater kennt uns nur, so wir das Lamm Jesu aufnehmen in unsere Herzen und Seelen, so wir auch an die Menschen denken, die nichts haben, so wir unser eigenes Ich zurückstellen. Er hat mir die Gabe gegeben. Ich kann mich ganz vergeben. Es ist aber der Herr, der in uns lebt. Wir brauchen uns nicht zu brüsten. Wir brauchen gar nicht zu sagen, wir sind besser wie die anderen oder wir sind noch viel besser und gütiger, vollkommener. Er ist es in uns. Er kann nur solche gebrauchen, die ihm auch folgen. Folgsam können wir nur werden durch seine Kraft, die uns erhält in dieser Nacht. Er gibt sich die größte Mühe, uns Menschen an sich zu ziehen. Aber nicht so, wie wir denken, wie wir leiten und lenken. Er lenkt. Er leitet. Er führt uns den rechten Weg.

Dieses, was ich hier offenbare, ist die göttlich-geistige Wahrheit. Und ich weiß, wenn ich fortgehe von dieser Welt, dass der Herr mir erscheint im Königskleide. Er hat es mir gesagt. Aber es ist wieder seiner Haltung, seine Führung, seine heiligen Hände, die mich festhalten. Aber der Mensch ist an sich unruhig. In der letzten Zeit bin ich überhaupt ungeduldig, unruhig. Ich will an mir arbeiten, aber es geht fast nicht. Ich habe auch Schmerzen. Aber er lässt sie mir zu. Und das muss man halt tragen. Aber die Unruhe, die Ungeduld, die manchmal in mir ist. Ich kann nicht dafür. Ich muss noch bitten. Die Kraft wird mich erhalten bis an mein Ende. Er sagte ja: „Helene, du wirst dich bewegen bis an dein Ende und die Krone des Lebens wird dir geschenkt.“ Vertrauen wir fest unserm Herrn. Gehen wir den Weg durch das Dickicht, durch diese Trübsal, durch die Anfechtung, durch alle Beschwerden, denn besser hier beschnitten zu werden, so wie Paulus einmal ausrief: „Herr, hier schneide mich, nur verschone mich in der Ewigkeit.“ Was nutzt es, hier Ruhm, Ehre und Anbetung zu genießen und die Seelen sind Ewigkeiten verbannt in die Finsternis? Denn, was wir säen, werden wir auch ernten. Wie die Bäume fallen, so bleiben sie auch liegen. Behalten wir diese Worte unseres Herrn fest. Sie sollen fest verankert sein in unseren Herzen und Seelen. So wird er uns erkennen. Und er liebt uns über alle Maßen. Er ist unser Herr. Ihm wollen wir folgen, ihm wollen wir dienen. Durch seine Kraft wird es gelingen, auch unser eigenes Ich zu bezwingen.

AMEN

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