Ansprache vom 17.10.1998
Es sagt die Allgemeinheit: „Es ist ein gutes Fleisch, wo die Wespen daran nagen.“ Aber der Herr wird die Feinde schlagen, wie sie auch kommen. Er ist der Herr. Ihm sind alle Dinge möglich im Himmel und auf Erden. Er lässt zu diese Dämonen, diese Gewalten der Finsternis zu unserer Belehrung, zu unsrer Formung. Er selbst ging ja durch diese dämonische Welt. Er selbst ging durch diese Hölle, durch die Qualen der Finsternis. Er selbst wurde mit Peitschen geschlagen. Er wurde gegeißelt, sodass das Fleisch an den Haken hängen blieb. Man setzte ihm eine Dornenkrone aufs Haupt und man schlug ihm fest aufs Haupt. Man sagte: „Weissage, Christus, wer hat dich denn geschlagen?“ Man hat ihn so gedemütigt. Man lud ihm das schwere Kreuz auf seine blutenden Wunden und er trug das Kreuz unter kräftigen Fußtritten hinauf auf Golgathas Höhe.
Wir wissen auch, dass er mehrere Male unter der Kreuzeslast zusammengebrochen ist, dass ein Bauer, der vom Felde kam, dass man ihn aufforderte, des Missetäters Jesu Kreuz eine Strecke zu tragen. Der Bauer wollte das ja gar nicht. Er sträubte sich. Als er aber sah in des Herrn Augen, blutunterlaufen, so voll Weh und Schmerz, so trug er das Kreuz gern. Er trug es hinauf auf Golgathas Höhe. Er wusste, dass er am Kreuze musste sterben für unsere aller Schuld. Und der Bauer musste sich im Tempel bereinigen von des Missetäters Jesu Kreuzetragen. So verblendet waren die Hohepriester. So verblendet waren die Häscher. So verblendet waren die Menschen. Sie erkannten ihn nicht. Er war einfach und schlicht. Er ist gekommen arm und niedrig und klein. Der Stall von Bethlehem war seine Herberge. Eine Futterkrippe war sein Lager. Und als sie ihn gefangen nahmen, sagte Judas: „Den ich küssen werde, der ist es.“ So einfach war er gekleidet wie seine Jünger. Betrachten wir doch heute das Bild von den Schriftgelehrten, von den Pharisäern. Wenn man die Wahrheit sagt, dann wird man verfolgt, gerade von denen, die falsche Aufschlüsse den Menschen geben.
Ich hatte eine Vision darüber von vielen Seelen. Sie riefen: „Diese Priester haben uns falsch geführt.“ Das wird ein Spießrutenlaufen auf der anderen Seite. „Wir sind noch unerlöst“, und wie lange leben sie schon in der Ewigkeit. Für die Wahrheit schließen sie ihre Augen, ihre Ohren zu. Was sie sagen, das steht in keiner Schrift, nirgendwo. Aber die Wahrheit, die wird mit Füßen getreten, gerade von denen. Jesus sagt aber zu mir: „Helene, fürchte die Schriftgelehrten nicht, denn sie sind alle nicht mehr als du, beuge du dich nur vor deinem Herrn und Meister.“ Und das tue ich auch. Ich beuge mich nicht vor denen, die dieselben waren schon damals, die den Herrn an den Pranger stellten.
Ich sage die göttliche Wahrheit und davon bringt mich niemand ab. Der Herr lebt in mir. Er sagt: „Helene, ich lebe in dir und du lebst in mir und meinen Frieden gebe ich den Geschwistern allen hier.“ Die Wahrheit wird mit Füßen getreten, so war es damals, so ist es heute. Haben sie es gewusst, als sie ihn kreuzigten. Ja, hätten sie das gewusst. Sie haben ihm ja nicht geglaubt. Er sagt auch heute: „Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben.“ Der Glaube muss aber erfüllt werden durch gute Werke. Das ist der lebendige Glaube an unsern Herrn und Meister Jesus. Er ist unser Herr, unser Vater, unser Berater, unser Erlöser, unser Messias. Es geht aus von ihm sein Heiliger Geist, seine Gedankenzüge, und er gibt uns heute sein Wort, weil er allein der Heilige, der unfehlbare Geist ist.
Kein Mensch kann von sich behaupten, dass er heilig und unfehlbar ist. Gerade die Päpste vor jener Zeit, gerade auch in dieser Zeit, sie haben schon viele Fehler gemacht. Gerade die Auserwählten wurden an den Pranger gebracht, gerade diese wurden verfolgt, eingesperrt, geschlagen, gefoltert. Das war ja immer schon so. Der Herr ist die Allmacht. Satan hat die Macht, hat die Macht über viele, hat die Macht gerade auch über die Gelehrten. Sie dienen ihm ja. Er bindet die Säcke fest zu. Sie können nicht mehr aus den Säcken steigen, aus ihrem eigenen Willen nicht mehr. So weit ist es gekommen, dass man die Leute belügt und betrügt. Und wenn man die Wahrheit sagt, tritt man sie heute mit Füßen und das Werk dazu. Aber das ist eben der Weg. Jesus sagte einmal zu mir: „Helene, das ist dein Weg. Den musst du gehen.“ Es war auch sein Weg, der so hart und so bitter war, dass wir es gar nicht ermessen, nicht begreifen, dass der Herr diesen harten Weg für die Menschheit gegangen ist. Keiner hat so gelitten wie er und er ist auch mit den Armen. Er ist auch mit denen, die man an den Pranger stellt, gerade mit den Ärmsten ist der Herr verbunden.
Die Spatzen pfeifen es ja von den Dächern, wie verlogen alles in dieser Welt ist. Nur der Herr kann die Sünden vergeben, weil der Herr allein die Herzen kennt und sonst niemand. Er vergibt nur dann, so man nicht mehr zurückfällt in die alten Laster, so man ihm nachfolgt in der Tat, ablassen von der Versuchung, von der Verführung. Satan erfüllt auf dieser Welt böse, böse Werke, oh in gar vielen Menschen, sogar in den Kindern. Sogar Väter gebrauchen ihre eigenen Kinder. Sie gehen an ihre eigenen Kinder, um die Lust zu stillen. Sie sind kaum auf dieser Welt. Dann tun sie das schon. Welch ein Frevel, welch ein satanisches Leben. Ja, wo ist denn die Lehre Gottes noch? Wo ist denn der Glaube an Jesus, unsern Herrn? Wo ist denn der Herr? Er fehlt ja überall. Wo er hinschaut, sind nur Nacht und Finsternis. Und er hat uns zusammengefügt hier in diesen engen, kleinen Raum. Das ist sein Wille. Und seinem Willen müssen wir Menschen uns beugen und wir tun es ja auch. So wie er es will, so ist es schon recht und gut. Wir können so manche Dinge nicht begreifen, weil sie so schwer sind und so hart, aber er gibt uns Worte der Tröstung in den Visionen, in seinem Worte. Und wenn andere Glossen darüber machen, das ist Dummheit und Torheit, weil sie es nicht haben. Es ist der pure Neid. Drum leben wir unserm Herrn, so wie er es will und halten wir demutsvoll still. Und was er sagt, sollen wir alle sagen: „Herr, wenn wir es auch nicht verstehen. Dein heiliger Wille soll geschehen.“
AMEN