Ansprache vom 03.01.1998
Lieber HERR, DU hast uns wieder gerufen: „Kommet her zu MIR, die ihr beladen seid mit viel Mühsal und Beschwerden, ICH will euch erquicken.“ Wir hören gerne DEIN Wort. DEIN Wort ist für uns die Eucharistie am Ort. DU sagst zu mir: „Helene, die Eucharistie befindet sich in deinen Händen.“ DU bist es ja der uns lenkt und leitet nach DEINEM heiligen Willen. Wir wissen, dass DU mit uns fühlest, dass DU uns auch tröstest und erquickest, dass DU uns DEINE heiligen Engel zur Seite stellst, auf dass sie uns behüten, beschirmen, bewahren vor den ärgsten Gefahren, auch dass sie uns trösten, erquicken und laben.
Lieber HERR, sei immer mit uns verbunden, immer mit uns vereint, schütze uns immer vor dem Feind. Denn DIR ist immer noch gegeben alle Gewalt im Himmel und in diesem Leben. Uns kann nichts geschehen, wenn DU es nicht zulassest. Und wenn DU Leiden und Schmerzen zulassest, dann dient es zu unserer Seelenseligkeit. DU machst keine Fehler. DU allein bist der allerheiligste, der unfehlbare Geist. Alle Menschen lügen, alle Menschen machen Fehler. Keiner kann sich rühmen. Nur DU, o HERR. DU hast für uns DEIN Blut geopfert, dort oben auf Golgathas Höhe. Und zwar den bitteren Kreuzestod hast DU hingenommen, um uns das geistige Reich zu öffnen, wenn wir DIR nachfolgen. DU sagst: „Saget nicht alle »Herr, Herr« und machet nicht so viele Worte, sondern folget MIR nach am Orte.“ Deine Worte sind Balsam für unsere Seelen. Gib DU die Kraft, dass wir DIR nachgehen und DEINE Worte befolgen, so wie DU es willst. HERR, DEIN Wille geschehe immer und alle Zeit. Wir sind alle DEINER nicht wert. Und doch sind wir DEINER wert durch DEIN Wort. Wie freust DU DICH, wenn wir DIR folgen am Ort, wenn wir nicht jammern, nicht ungeduldig werden. Aber DU bist die Kraft, die es schafft. HERR, DU hast alles aufs Beste für die DEINEN bedacht, DEIN väterliches Auge auch über diesem Hause wacht.
Liebe Geschwister, was der HERR tut, ist immer gut. ER geht über den Verstand von den Menschen. Deshalb wanken ja so viele im Glauben. SEINE Worte sind Geist, Licht und Leben. Denken wir zurück an Maria Magdalena. ER hat sie nur angesehen und plötzlich verlangte sie so sehr nach IHM. ER zog sie gerade in das Haus des Pharisäers. Und sie war verachtet und verworfen, gerade von diesen Menschen. Und der HERR zog sie durch SEINE Liebe gerade in dieses Haus. Und wie heißt es so schön, ER hat sie aufgenommen, ER schloss sie in SEINE Arme. ER hat ihr alle Schuld vergeben. Und ihre Tränen flossen, sodass SEINE Füße benetzt waren. Und sie trocknete die Füße mit ihren schönen Haaren. Und sie salbte SEINE Füße ein. Und der Pharisäer stieß sich doch so sehr an dieser Handhabe. Er sagte: „Wäre ER ein Prophet, würde ER doch dieses Weib erkennen.“
Ja, ER ist der große Prophet. ER ist König, Priester, Erlöser, Messias und Prophet. ER weiß alle Dinge. ER wusste auch, dass die Sünderin sich eines Besseren besann und IHM nachfolgte. ER hat sie gezogen in den großen Gnadenlichtesbogen. ER hat ihr gesagt: „Weib, ICH vergebe dir deine Sünden. Sündige aber fortan nicht wieder.“ Und sie ist IHM nachgefolgt. Sie hatte immer Verlangen nach IHM. So manche Priester sagen, die Frauen haben nichts zu suchen am Altar; warum soll der HERR die Frauen nicht erwählen? ER hat sie ja damals auch erwählt. ER hat auch mich auserwählt, euch zu geben das Wort der Propheten. ER hat auch auserwählt damals die Frau am Jakobsbrunnen. Menschen warfen tagsüber Steine auf sie. Sicher war ihr Leben leichter. Sie folgte dem HERRN ja nicht nach. Aber, als sie mit IHM gesprochen, als ER auf sie wartete und auf sie eindrang mit dem Lebenswasser, so wurde sie hellhörig und wach und sie sagte es noch den anderen Menschen: „Kommet und sehet, der Messias ist gekommen.“ Auch sie steht im Buche des Lebens. Es sind Frauen, die ER auserwählt hat, Frauen, auf die ER gewartet hat. ER ist gekommen den Kranken, den Gefallenen wegen, nicht den Selbstgerechten, die SEINER Buße gar nicht bedürfen. Liebe Geschwister, der HERR ist ganz anders wie die Menschen. Wenn man sich von IHM leiten und führen lässt, da fühlt man eine solche Liebe in sich, dass man die Menschen nicht mehr kann ertragen. Das ist eine Liebe, die kann man nicht auslegen. Man fühlt die Kraft, man fühlt eine solche Glut in sich. Der HERR ist da, greifbar nah. Auch in den Fühlungen, in den Visionen, in dem Worte ist ER ja da. Und ER leitet die Menschen und führt sie. ER hat auch euch geführt an diese Stätte hier. Es ist der Gnadenort. Hier erscheint der HERR immerfort. Auch SEINE Engelschar sind anwesend. Und ein jedes Glied hat einen Engel. ER stellt einem jeden Glied einen Engel zur Seite zum Schutz, zum Schirm, zum Geleite. ER hat auch uns gehoben aus der Dunkelheit, aus dem Sündenmeer, aus der Nacht. Und sagt auch zu uns: „Kommet, kommet MEINE Lieben, folget MIR nach.“ ER öffnet uns ja das Tor für in das Paradies. In einer Vision sagte ER, als ER am Eingang des Paradieses stand: „Helene, das Paradies steht dir offen.“ Wir können schöpfen und immer schöpfen und das Lebenswasser geht nie aus. ER ist immer für uns da. ER ist die Quelle des Lebens, greifbar nah. ER sagte auch, indem ER mir SEINEN Arm gab: „Helene, ergreife fest MEINEN Arm. Sage es auch allen Geschwistern, die zu dir kommen, sie sollen das Gleiche tun.“ Halten wir uns ganz fest am Arm unseres geliebten HERRN trotz Wehen, trotz Prüfungen, trotz Beschneidung, trotz Formung. Es muss halt so sein. ER formt uns zu brauchbaren Lebensgefäßen für das geistige Heim. Und wir sind ja nur eine kurze Zeit hier auf dieser Welt. Nutzen wir die Zeit aus, sodass wir Freude haben. Wie ER zu mir sagte: „MEINE Helene zieht das Totenhemd nicht an.“ Wir alle, so wir SEIN Wort beherzigen, werden leben, obgleich wir sterben. Und so wir leben werden wir nie mehr sterben. Im HERRN werden wir leben. ER sagt: „Wer an MICH glaubt und an MEINEN himmlischen Vater, der MICH ausgesendet hat in diese Welt, der hat das ewige Leben. Leben haben wir gefunden durch unseren großen Erlöser, durch das Opferlamm, das der Welt Sünde auf SICH persönlich nahm und sie sühnte oben auf Golgathas Höhe am Kreuzesstamm. Dessen wollen wir immer gedenken und uns in das Meer der Gnade und SEINES bitteren Leidens versenken. Wir wissen HERR, DU wirst immer mit uns verbunden bleiben, bis DU uns abrufst in die Ewigkeit.
Lieber HERR, wir danken DIR für DEIN Wort, für diesen großen Zug der Gnade am Ort. Wir danken DIR dass DU an uns denkst und uns mit DEINEM Lebenswasser ausfüllst, dass DU uns immer gibst. Wir können schöpfen, immer schöpfen, auch weitergeben an alle die, die DICH mehr suchen in diesem Leben. DU sagst: „Wer MICH sucht, der wird MICH finden. Wer da anklopft, dem werde ICH öffnen.“ DU hast mir gegeben einen ganz hohen Zug in diesem Leben. Manche sagen: „Die Frau geht ja nicht in die Kirche, wie kann die sagen, sie ist begnadet?“ Als damals das Weib am Jakobsbrunnen noch in den Tempel ging, haben die Priester auch sie rausgeworfen aus dem Tempel. Die Frau war ihnen angeblich zu schlecht. Sie durfte nicht dorthin beten gehen. Und bei mir war es dasselbe, ausgestoßen, verworfen, versaut. Die Form kann mir gar nichts mehr geben. Ich halte mich nur fest an meinen lebendigen Herrn, der mir SEIN Wort eingibt zu jeder Stunde, zu jeder Zeit, der mich besonders lenkt und leitet, auch zu eurer Freude und der auch mir erscheint und der mir SEINE Engelschar zur Seite stellt auf dieser Welt.
MEIN Führungsgeist redet stets mit mir, so wie Mensch zu Mensch. Das ist eine Gnade, die hat niemand. ER sagt ja: „Was ICH dir, Helene, verliehen, wird nie wieder so geschehen.“ Aber den Weg gehen durch eine Härte, durch einen Urwald, immer, stets angefochten. Immer ging man so hart, so ungerecht wurde man behandelt hier und da und dort. Man hat hier auf der Welt, wenn man im Geistigen steht, keinen Halt. Nur der HERR streckt SEINEN Arm aus und sagt: „Helene, greife fest MEINEN Arm.“ ER geht über alles Niederträchtige, über alles Schlechte; denn ER allein kennt die Herzen ganz allein. ER ist ja unser Licht. ER sagt: „ICH bin das Licht der Welt. Wer MICH annimmt, der ist Licht von MEINEM Licht, Leben von MEINEM Leben.“ Ja, lieber HERR, segne und behüte uns und bleibe immer bei uns. Und wir gehen auch durch DEINEN ganzen Erdenweg mit viel Ehrfurcht und Bedacht. Und wir wissen das zu schätzen, dass DU für uns durchgestanden hast das qualvolle Leiden, die grausame Kreuzigung. Wie bitter und hart war DEIN Weg. Und DU verlangst von uns bei allen Stürmen, bei allen Wettern, sollen wir stets die Ruhe bewahren, bis DU uns erlösest von allen schwierigen Problemen in diesen Tagen. Uns kann nur geschehen, was DU uns zulässt. Und was DU zulässt, das ist gut. Wir leben ja in DEINER Gnadenhut. Danke HERR für DEIN Wort am Ort. Wir danken DIR immerfort.
AMEN