Ansprache vom 22.09.2001
Der Herr ruft uns alle: „Kommet alle her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken.“ Es erschien auch der Engel des Herrn und er sprach: „Wenn der eine oder der andere von unseren lieben Angehörigen fortgeht von hüben nach drüben, sollen wir nicht weinen, nicht wehklagen, nicht trauern.“
Wir sollen Freude haben, denn dieses Leben ist ja nur ein kurzer Weg, auf dass wir uns besinnen auf das bittere Leiden und Sterben unseres Erlösers, dass wir erlöst sind, so wir ihm nachfolgen auf dieser Welt. Wir sollen uns das Leben nicht beschweren. Das Leben beginnt ja erst im Geiste, im Licht. Warum so viel weinen? Warum so viel klagen? Sicher tut es weh, aber je mehr wir in das geistige Leben eindringen, je mehr wir uns vertiefen in das geistige Licht, je weniger werden wir auch weinen und wehklagen. Wir wissen, der Herr macht keine Fehler. Und alle müssen fort von diesem Ort. Keiner bleibt hier. Es kommt nur darauf an, wie die Menschen leben auf dieser Erde und wie sie sich bewegen.
Es kommt auf die Lebensweise an. Wenn wir uns mit dem Herrn verbinden und gewillt sind, den Weg der Nachfolge zu gehen, haben wir nichts zu befürchten. Wir haben Freude im Herrn. Er gibt uns so schön auf von den törichten, von den klugen Jungfrauen. Die Klugen hatten das Öl, das Licht bei sich, die Törichten nicht. Er sagt: „Was ihr säet, das werdet ihr auch ernten. Wie die Bäume fallen, so bleiben sie auch liegen.“
Die Mäher sind ausgesendet zu mähen. Sie werden alles gleichmachen, dem Erdboden gleich. Wir wissen weder den Tag noch die Stunde, wann der Herr kommt. Wie er sagt, er kommt wie ein Dieb in der Nacht, da keiner ihn erwartet. So ist es in Wirklichkeit. Und er ruft viele, viele fort von diesem Ort. Drum seid wachsam und seid immer bereit für das Kommen des Herrn, dass wir auch Freude haben, wenn er uns kann in die Arme schließen. Wenn wir das Licht unserer Lampen haben, wenn das Licht brennt ganz hell und leuchtend, so schließt er uns in seine Arme ein und führt uns ein in das geistige Leben, das wirklich währt. Da haben wir Freude und Frieden in Ewigkeit.
Liebe Geschwister, merket euch diese Worte gut und seid immer bedacht, dem Herrn nachzufolgen in dieser kalten Weltwinternacht. Er wird die Seinen behüten. Er wird sie beschützen und bewahren. Das hat er mir gesagt. Wo wir auch stehen, wo wir auch sind, die Hand Gottes umfasst uns alle. In seiner großen Liebe und Gegenwart ist er immer mit uns vereint für Zeit und Ewigkeit. Gelobt sei unser Herr.
AMEN