Ansprache vom 15.06.1999
„Dieses Haus“, so spricht der Geist, „hat der HERR erwählt.“ Drum, wer die Schwelle hier betritt, die Nachfolge durchgehet und auch alles so hinnehmet, wie der HERR es will, und nicht murret, nicht klaget. Traget euer Geschick in JESU CHRISTO, in seinem Leiden, aber auch in seiner Kreuzigung. Traget euer Leiden, so wie er es zulässt, in der Ruhe, in der Demut, in der Geduld, denn er gibt euch immer wieder seine Kraft, seine Gnadenhuld. Und ihr gehet nicht eher von dieser Welt, bis er es will.
Er befiehlt auch den Engeln des Todes, was sie sollen tun und was nicht. Aber ihr sehet ja. Viele, viele gehen fort, aber nicht vorbereitet für diesen heiligen Ort. Und welch ein Geschick erwartet sie?! Manche sagen: „Jetzt haben sie ihren Frieden, ihre Ruhe.“ Oh mitnichten! So wie man lebt auf Erden, so wird das auch werden im Geistesleben. Da wird man beschnitten. Da werden die Dämonen kommen, denen sie gedient.
Das ist eine ganz andere Welt. Drum seid stets vorbereitet für diesen großen Schritt, wenn der Engel des Todes kommt. Aber er betritt nicht das Innere, nur das äußere Kleid holt er weg von der Zeit. Aber er geht nicht ein in den Geist. Der Geist steigt höher, er steigt in das Licht. Das ist das unsterbliche Gut, was der HERR den Seinen tut. Der Geist lebt fort. Wenn er danach gelebt auf Erden, die Werke der Liebe Gottes, der Liebe zum Nächsten erfüllt hat, dann gibt es nur ein lichtes Freudenleben, aber keine Finsternis mehr. Und man sieht den Herrn, wie er die seinen um sich schart. Wie sagte er damals: „Ich wollte ja auch die Stadt Jerusalem bekehren, aber sie haben es leider nicht gewollt. Aber es wird kein Stein auf dem anderen dort bleiben.“ Stets werden Kriege sein, immer und immer, denn sie haben den Herrn nicht aufgenommen. Sie haben ihn nicht erkannt. Er kam in die Armut. Gerade in diesem Kleid hat man nicht an den Herrn geglaubt. Aber das war sein Weg. Wie sagte er zu den Stolzen: „Mit sehenden Augen seht ihr das Licht nicht. Mit hörenden Ohren hört ihr nicht, was der GEIST spricht. Wehe, wehe euch, ihr Schriftgelehrten, ihr Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Volk mit in den Abgrund ziehet durch menschliche Worte.“ Aber nur das Gotteswort macht frei, das wisset ihr doch alle. Das Wort GOTTES befreit. Drum nähret in euch die Standhaftigkeit. Was ihr heute empfanget, das sollet ihr fest behalten in den Händen, in euren Seelen. Das Wort soll fest verankert werden in euch, auf dass ihr Freude habt, wenn der Todesengel kommt. Er löscht wohl aus das irdische Licht, aber dafür steigt auch der Geist auf zum ewigen Licht. Ja, das sind Worte, die der GEIST spricht. Amen. Er sagt noch: „Fürchtet euch nicht.“
AMEN